Politik

Asiatische Börsen geben nach Franken-Schock nach

Tokio (dpa) - Die Schweizerische Nationalbank hat mit ihrer überraschenden Aufhebung der Franken-Bindung an den Euro auch die meisten asiatischen Aktienmärkte am Freitag auf Talfahrt geschickt. Der Aktienindex Stoxx 600 Asia/Pacific, in dem die 600 größten börsennotierten Unternehmen Asiens berücksichtigt sind, sank um 1,12 Prozent auf 152,59 Punkte.

In Tokio verlor der Nikkei-Index für 225 führende Werte 1,43 Prozent auf 16 864,16 Punkte. Verlierer waren vor allem Aktien von exportabhängigen Unternehmen, weil sich der Yen verteuerte. Dagegen konnten die chinesischen Festlandbörsen erneut zulegen, nachdem Gerüchte über weitere Maßnahmen der Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft aufkamen.

Der Hang-Seng-Index in Hongkong musste wiederum Federn lassen.

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China: Unterschiedliche Reaktionen von App-Herstellern auf politische Restriktionen

Peking (dpa) - «Keine Ergebnisse gefunden.» Nur diesen Satz und eine graue Lupe bekommen Apple-Kunden in China noch zu sehen, wenn sie in diesen Tagen versuchen, sich die Nachrichten-App der «New York Times» auf ihr iPhone oder iPad zu laden. Sowohl die englischsprachige als auch die chinesische Version der US-Zeitung sind aus dem App-Store in China verschwunden. An technischen Problemen liegt das nicht. Das Angebot sei entfernt worden, weil es gegen «lokale Regularien» verstoße, hatte Apple mitgeteilt, nachdem der Fall vergangene Woche an die Öffentlichkeit geraten war.

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China: Deutliches Plus im Außenhandel

Peking (dpa) - Chinas Außenhandel hat sich im März robust entwickelt. Nach Regierungszahlen lagen die Ausfuhren in US-Dollar gerechnet 16,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Das ist der stärkste Anstieg seit Februar 2015. Auch die Importe stiegen um 20,3 Prozent im Vergleich zum März des Vorjahres, wie die Zollverwaltung am Donnerstag in Peking berichtete. Die Entwicklung der Ein- und Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Nachdem Chinas Außenhandel noch im Februar ein seltenes Defizit aufgewiesen hatte, verzeichnete das Land im März wieder ein Handelsplus von knapp 24 Milliarden US-Dollar. Das Land hat also gemessen am Warenwert mehr exportiert als importiert.

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Indonesien: Islamischer Extremismus und Stimmungsmache gegen Chinesen vor Wahlen

Von Ahmad Pathoni, dpa In Indonesien kochen vor den Wahlen in der Hauptstadt religiöse und politische Spannungen hoch. Die chinesische Minderheit im Land sieht sich mit Vorurteilen und Anfeindungen konfrontiert. Jakarta (dpa) - Die roten Laternen und Drachen baumeln von den Giebeln der Einkaufscenter in Indonesiens Hauptstadt Jakarta. Sie sollen das Mondneujahr begrüßen, das nach chinesischem Kalender an diesem Samstag beginnt.

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Japan: Mit „Abenomics“ in den Staatsbankrott?

Von Lars Nicolaysen, dpa

Japan bleibt ein Sorgenkind der Weltwirtschaft. Der Sanierungskurs des wiedergewählten Premiers Abe hat bislang nicht den erhofften Durchbruch gebracht. Dennoch ist mit Japan weiter zu rechnen.

Tokio (dpa) - Japans Regierung will die lahmende Wirtschaft mit einem weiteren Konjunkturpaket in Schwung bringen. Das neue Paket hat ein Volumen von 3,5 Billionen Yen (24 Milliarden Euro), wie die japanische Regierung am Wochenende mitteilte. Haushalte mit geringen Einkommen sollen Benzin- und Warengutscheine erhalten, wirtschaftsschwache Regionen gestützt werden. Kleinen Unternehmen soll bei der Finanzierung geholfen werden. Landstriche, die vom Erdbeben und dem Tsunami 2011 besonders betroffen waren, sollen extra gefördert werden.

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