Politik

Kambodscha: Bauboom bietet Chancen zur Frauenbeschäftigung

Phnom Penh (dpa) - Auf einer deutschen Baustelle würde Kem Sokhorn sofort auffallen. Wegen der kunstvoll gewickelten Tücher über dem Helm, die die Hitze abhalten sollen, auch wegen ihrer Herkunft, vor allem aber: weil sie eine Frau ist. In Kambodscha ist sie hingegen überhaupt keine Besonderheit. Frauen auf dem Bau, das gehört hier zum Alltag. Vor allem in der Hauptstadt Phnom Penh, wo seit Jahren gebaut wird wie verrückt. In dem 15-Millionen-Einwohner-Staat zwischen Thailand und Vietnam sind nach einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO mehr als 40 Prozent der Bauarbeiter weiblich. Selbst für asiatische Verhältnisse, wo Frauen häufiger harte körperliche Arbeiten verrichten als anderswo, ist das viel. Zum Vergleich: Weltweit sind es gerade einmal ein Prozent. Normalerweise ist der Job auf dem Bau ein klassischer Männerberuf.

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China: Zentralbank denkt über Anleihekäufe nach

Der Außenhandel war der Garant für Chinas Wachstum. Aber den zweiten Monat in Folge gegen die Ausführen drastisch zurück. Chinas Aufschwung gerät in Gefahr.

Peking (dpa) - Chinas Außenhandel ist erneut überraschend stark zurückgegangen. Die Ausfuhren fielen im April um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, während die Einfuhren um 16,1 Prozent zurückgingen, wie die Zollverwaltung am Freitag in Peking berichtete. Die Daten sind ein deutlicher Indikator für eine schwächelnde Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Bereits im März war der Außenhandel deutlich zurückgegangen. Die Exporte waren im Jahresvergleich um 14,6 Prozent gefallen und die Einfuhren um 12,3 Prozent zurückgegangen. Analysten hatten für April deutlich bessere Handelszahlen erwartet.

Die schwachen Zahlen unterstreichen die geringere globale Nachfrage nach Waren „made in China“. Die schwache Weltkonjunktur schlägt auf die Volksrepublik durch. Gleichzeitig macht sich die starke chinesische Währung gegenüber dem Euro bei den Geschäften mit Europa zu schaffen. Die Politik des billigen Geldes von der Europäischen Zentralbank hat den Wert des Euros gegenüber dem Yuan abgewertet. Chinas Produkte sind dadurch für europäische Einkäufer deutlich teurer.

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Thailand: Bangkok verbietet Straßenküchen

Bangkok (dpa) - In Thailands Hauptstadt Bangkok sollen bis zum Jahresende alle Straßenküchen verboten werden. Die Stadtverwaltung begründete dies am Dienstag damit, dass auf den Gehwegen Platz für Fußgänger gemacht werden solle. Die offenen Küchen, in denen von früh morgens bis spät in die Nacht gekocht, gegart und gegrillt wird, prägen das Straßenbild der 8,5-Millionen-Einwohner-Stadt seit Jahrzehnten. Der Fernsehsender CNN hatte Bangkok erst kürzlich wieder zur Stadt mit der weltweiten besten Straßenküche gekürt.

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Südkorea: Polit-Skandale werfen Schatten auf Samsung

Seoul (dpa) - Ermittler in Südkorea haben zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen einen Haftbefehl für den inoffiziellen Chef des Mischkonzerns Samsung wegen des Vorwurfs der Bestechung beantragt. Hintergrund ist der Korruptionsskandal um eine Vertraute der vorläufig entmachteten Staatspräsidentin Park Geun Hye. Die Ermittler hätten im neuen Antrag neben Bestechung weitere Vorwürfe gegen den Vize-Vorsitzenden des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics, Lee Jae Yong, genannt, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag.

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Japans Aktienmarkt erlebt Phase der Belebung

Von Lars Nicolaysen, dpa

Japanische Aktien werden bei Anlegern immer beliebter. Der Nikkei-Index liegt derzeit so hoch wie zuletzt vor 15 Jahren. Von seinem Allzeithoch ist der dennoch weit entfernt.

Tokio (dpa) - Applaus an Tokios Börse: Der Nikkei-Index hat am Freitag im Handelsverlauf erstmals seit 15 Jahren wieder die Marke von 20 000 Punkten überflügelt. Zwar machten einige Anleger daraufhin Kasse und verkauften Papiere, womit sie den Index für 225 führende Werte wieder leicht ins Minus drückten. Manche Analysten sehen den Nikkei aber zum Jahresende sogar bei 22 000 Punkten. Zum Börsenschluss ging der Nikkei mit einem Abschlag von 30,09 Punkten oder 0,15 Prozent im Vergleich zum Vortag bei 19 907,63 Punkten ins Wochenende. Der breit gefasste Index Topix büßte 4,65 Punkte oder 0,29 Prozent auf den Stand von 1589,54 Punkten ein.

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