Japan

Japan: Rückkehr zur Kernenergie wird immer wahrscheinlicher

Erfolg für Japans Regierungschef, Niederlage für die Atomkraftgegner: Ein Gericht stärkt Abes Atomkurs. Dabei hatte seine Regierung noch vor wenigen Tagen einen juristischen Dämpfer einstecken müssen.

Tokio (dpa) - Vier Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima ist Japan der Rückkehr zur Kernenergie einen Schritt näher gekommen. Ein Gericht wies am Mittwoch die Forderung von Bürgern zurück, ein Wiederanfahren zweier Reaktoren des Betreibers Kyushu Electric Power im Atomkraftwerk Sendai zu stoppen. Das Urteil ist ein Erfolg für Ministerpräsident Shinzo Abe, der möglichst schnell die ersten nach der Atomkatastrophe abgeschalteten Meiler im Lande wieder in Betrieb sehen will.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein anderes Gericht das Wiederanfahren zweier Reaktoren im Akw Takahama in Westjapan unterbunden und damit Abe einen Stolperstein in den Weg gelegt. Die Reaktoren in Sendai in Südwestjapan sollen im Juli ans Netz gehen.

Die Reaktoren in der südwestlichen Provinz Kagoshima hatten genauso wie die beiden Reaktoren in Takahama die nach dem GAU in Fukushima verschärften Sicherheitsauflagen erfüllt. Daraufhin gab die Atomaufsichtsbehörde für beide Standorte grünes Licht zum Wiederanfahren.

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Japan: Verschlechterte Stimmung in der Großindustrie

Tokio (dpa) - Die Stimmung in Japans Großindustrie hat sich im Schlussquartal dieses Jahres nicht weiter verschlechtert. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Bank von Japan (BoJ) hervorgeht, verharrte der von der BoJ ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionskonzerne bei plus 12. Ein positiver Index bedeutet, dass die Optimisten in der Mehrheit sind. Viele Ökonomen hatten jedoch mit einem leichten Rückgang des Indexes auf plus 11 gerechnet.

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Japan: Toyota muss 1,6 Millionen Autos defekter Airbags wegen zurückrufen

Tokio (dpa) - Wegen mangelhafter Airbags des japanischen Zulieferers Takata muss der weltgrößte Autobauer Toyota erneut auf dem Heimatmarkt 1,6 Millionen Autos zurückrufen. Bei den 22 Modellen handelt es sich um dieselben Autos, die Toyota dieses Jahr schon einmal zur Überprüfung der Airbag-Gasgeneratoren in die Werkstätten gerufen hatte, teilte eine Sprecherin des Branchenprimus am Donnerstag mit.

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Japan: Honduras wird neuer Importpartner für Melonen

(fruchtportal.de) Nach einem Bewertungsprozess, der acht Jahre dauerte, werden Melonen aus Honduras nun in den japanischen Markt eintreten dürfen. Das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung von Honduras (Secretaría de Desarrollo Económico, SDE) bestätigte die bevorstehende Öffnung des japanischen Marktes. Der Markt könnte zwischen 300 und 400 Container mit Früchten pro Jahr aufnehmen, was rund 100 Millionen US-Dollar an Einnahmen für Honduras bedeutet.

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Japan: Merkel hält sich mit Kritik an Geldpolitik zurück

Von Kristina Dunz und Lars Nicolaysen, dpa

In Japan war die Kanzlerin schon lange nicht mehr. Zuletzt 2008 zum G8-Gipfel - da war Russland noch dabei. Nun hat Deutschland die G7- Präsidentschaft und Tokio ist Merkels letzte Station zur Vorbereitung des Gipfels in Bayern. Auch der Kaiser nimmt sich Zeit für sie.

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist am Sonntag erstmals seit sieben Jahren wieder nach Japan. Es ist der dritte Besuch seit ihrem Amtsantritt 2005. Hauptgrund für den Besuch ist die deutsche G7-Präsidentschaft mit dem Gipfel im Juni auf Schloss Elmau in Bayern. In Tokio hat Merkel am Montag eine Audienz bei Kaiser Akihito und trifft danach Regierungschef Shinzo Abe, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin mit. Ferner kommt sie mit Vertretern der Opposition, japanischen Finanzinvestoren und Frauen in Führungspositionen zusammen. Merkel wird von einer kleinen Delegation hochrangiger Vertreter von Dax-Unternehmen, Mittelstandsbetrieben und Finanzwirtschaft begleitet.

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