Steuerreform: Japan will Firmen zu Lohnerhöhungen bewegen

Die japanische Regierung bereitet einen Deal vor: Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern eine Lohnerhöhung spendieren, soll die Firmensteuer um 10 Prozentpunkte sinken. Kann so die lang anhaltende Deflation gestoppt werden?

Tokio. Japans Regierung will Unternehmen mit Steuererleichterungen zu Lohnerhöhungen bewegen. Geplant sei, die Firmensteuer auf etwa 20 Prozent von derzeit 30 Prozent zu senken – aber nur für die Betriebe, die gleichzeitig ihren Mitarbeitern eine kräftige Lohnerhöhung gewährten und zugleich die Investitionen im Inland verstärkten, heißt es in einem Entwurf vom Donnerstag. Es ist der bislang aggressivste Vorstoß von Ministerpräsident Shinzo Abe, die Firmen zu Lohnerhöhungen von mehr als drei Prozent zu bewegen. Er hält dies für nötig, um den Konsum anzuheizen und die seit Jahrzehnten währende Deflation endgültig zu überwinden.

Es wird damit gerechnet, dass das Kabinett dem Vorschlag zustimmt. Die Steuerkürzungen sollen zunächst für drei Jahre gelten und müssen auch vom Parlament noch verabschiedet werden. „Wir wollen zeigen, dass wir es ernst meinen, und deswegen haben wir entschieden, Strafen einzuführen für die Firmen, die trotz Rekordgewinnen ihre Löhne oder Investitionen nicht anheben“, sagte Tetsuo Saito, der Chef der Steuerkommission der Partei. Analysten bezweifeln jedoch, dass die Firmen angesichts der schrumpfenden Bevölkerung und der damit verbundenen geringen Wachstumsaussichten ihr Geld ausgeben. Bei einer jüngsten Reuters-Umfrage unter 230 mittleren und Großunternehmen bezeichneten zwei Drittel der Manager das Drei-Prozent-Ziel von Abe als unrealistisch.



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