Bangladesch

Industrie 4.0 weckt Sorgen um Standorte in Asien

Singapur (dpa) - Piff-paff - so beschreibt Lutz Seidenfaden die Arbeit eines herkömmlichen Schlittens, der in der Industriefertigung Teile bewegt, hin-her, hin-her. «Das ist ein Teil mit überschaubarer Intelligenz», sagt der IT-Spezialist der Esslinger Firma Festo in Singapur. Dann zeigt er begeistert, was Komponenten voller künstlicher Intelligenz heute leisten können, etwa Alarm schlagen, bevor eine Maschine ausfällt. Etwa, wenn die Temperatur steigt: «Ich bin Achse x, ich habe Fieber, schaut mich an.»

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Indien und Bangladesch begradigen ihre Grenzen

Kolkata (dpa) - Zehntausende Bewohner von Enklaven in Indien und Bangladesch erhalten am Samstag erstmals eine Staatsbürgerschaft. In der Nacht zum 1. August tritt der Grenzvertrag zwischen den beiden südasiatischen Ländern in Kraft - damit tauscht Indien seine 111 Enklaven in Bangladesch gegen die 51 Enklaven auf der anderen Seite aus. Die bisher staatenlosen Bewohner der Territorien konnten sich aussuchen, Bürger welchen Landes sie werden wollen. Um Mitternacht sollten Flaggen gehisst und Muschelhörner geblasen werden, sagte ein Sprecher des indischen Distrikts Cooch Behar.

Die Grenze zwischen den beiden Ländern sah in Teilen völlig zerfleddert aus. Bereits 1974 einigten sich Bangladesch und Indien darauf, die Grenze glattzuziehen.

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Tchibo will Arbeitsbedingungen in asiatischen Partnerunternehmen verbessern

Hamburg (dpa) - Der Hamburger Kaffee- und Handelskonzern Tchibo hat seit fast zehn Jahren Nachhaltigkeit als wesentlichen Bestandteil seiner Firmenstrategie festgeschrieben. «Wir wollen ein zu 100 Prozent nachhaltiges Unternehmen werden», meint Unternehmenschef Markus Conrad. «Zum einen, weil wir aufgrund unserer Expertise und auch unserer Größe etwas bewegen können. Zum anderen, weil wir davon überzeugt sind, das unser zukünftiger wirtschaftlicher Erfolg maßgeblich von einer nachhaltigen Geschäftspolitik profitieren wird.»

Auf diesem Weg ist Tchibo schon ein Stück vorangekommen, hat das ehrgeizige Ziel aber keineswegs erreicht. Ein Drittel des Tchibo-Kaffees kommt aus nachhaltigem Anbau und trägt ein entsprechendes Zertifikat. 80 Prozent der Textilien sind aus Bio-Baumwolle oder «Cotton made in Africa», einer Initiative für afrikanische Baumwolle.

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Bangladesch: Korruption verhindert sauberes Trinkwasser für Normalbürger

Dhaka (dpa) - Ungefähr 20 Millionen Menschen in Bangladesch trinken nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch noch immer mit Arsen vergiftetes Wasser. Dabei sei das Problem des arsenhaltigen Brunnenwassers seit zwei Jahrzehnten bekannt, erklärte die Organisation in einem am Mittwoch vorgestellten Bericht. Die Regierung in Dhaka habe es bislang versäumt, ausreichende Maßnahmen gegen das natürlich im Boden vorkommende Arsen zu unternehmen.

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Bangladesch: Blockaden der Opposition legen Wirtschaft lahm

Dhaka (dpa) – Die seit Wochen andauernden politischen Proteste in Bangladesch haben zu Milliardeneinbußen für die Wirtschaft des südasiatischen Landes geführt. Durch die Blockaden hätten die Unternehmen bereits vier Milliarden Euro verloren, erklärte die Industrie- und Handelskammer Dhakas am Donnerstag. Betroffen seien vor allem die Branchen Textil, Transport, Immobilien, Landwirtschaft, Tourismus sowie der Groß- und Einzelhandel, sagte Kammerpräsident Hossain Khaled.

Seit Beginn des Monats versuchen Anhänger von Oppositionsparteien, das Land lahmzulegen. Sie fordern Neuwahlen, weil sie das Ergebnis der Parlamentswahlen vor einem Jahr nicht anerkennen. Mindestens 30 Menschen wurden bei Brandbomben-Attacken auf Autos, Lastwagen und Busse nach offiziellen Angaben getötet. Die Unternehmensvertreter appellierten an die Politiker, sich an einen Tisch zu setzen.

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