Bangladesch

Bangladesch: Unterschiede im Entschädigungsverhalten nach Rana-Plaza-Katastrophe

Dhaka (dpa) - Die internationalen Gewerkschaften IndustriAll und UNI haben einen Treuhandfonds eingerichtet. In diesen sollen die 29 Unternehmen, die in einer der Unglücksfabriken im Rana-Plaza-Gebäude fertigen ließen, zusammen 29 Millionen Euro einzahlen. Dann wird das Geld an die Familien der Opfer und die Überlebenden ausgezahlt. Eine erste Tranche von 465 Euro erhielten sie bereits jeweils, das meiste Geld soll noch folgen. Doch ist der Topf bislang noch nicht einmal halbvoll. Bislang eingegangen:

- Der britische Modekonzern Primark ist Vorreiter. 723 000 Millionen Euro gehen in den Fonds, 1,34 Millionen Euro an alle Rana-Plaza-Arbeiter und weitere 6,5 Millionen Euro direkt an die Arbeiter, die für einen Primark-Zulieferer im zweiten Stock des Gebäudes arbeiteten.

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„Frugale Produkte“ als Absatzoption für Asien

„Made in Germany“ stand lange Zeit für ausgefeilte Hochtechnologie. Doch deutsche Firmen müssen sich daran gewöhnen, dass das nicht in allen Ländern als Verkaufsargument zieht. Deshalb bieten einige Hersteller ihre Produkte auch als Sparversion an.

Stuttgart (dpa) - Blauschwarzes Gehäuse, schwarzer Akku, roter Schriftzug. Auf den ersten Blick sehen die beiden Bohrmaschinen fast identisch aus, nur auf den zweiten Blick erkennt man kleine Unterschiede. Bei einem fehlt eine LED-Leuchte und der Griff ist etwas anders gebaut. Die scheinbar kleinen Details machen den großen Unterschied - die Akku-Bohrschrauber für den russischen Markt kostet gut zwei Drittel weniger als sein Pendant für Deutschland.

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Bangladesch: Textilindustrie hat Krisenjahre überwunden

Die Exporte der bangladeschischen Textilproduzenten legen trotz schwieriger Rahmenbedingungen rasch zu. Westliche Firmen haben ihre Einkaufsaktivitäten bislang kaum verlagert, obgleich die Verbesserung der Arbeitsbedingungen nur schleppend vorangeht. Hier müssen die lokalen Hersteller künftig aktiver werden. Darüber hinaus sind eine breitere Produktpalette sowie Investitionen in die zumeist veraltete Ausrüstung notwendig, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bangladeschs Textilindustrie hat wieder an Dynamik zugelegt, obgleich die instabile politische Lage, die schweren Unglücke in Textilfabriken sowie die schwache Konjunktur in wichtigen Abnehmermärkten die Branche zuletzt vor schwierige Herausforderungen gestellt hatte.

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Bangladesch: Mehr als 150 europäische Konzerne unterzeichnen Sicherheitsabkommen

Nach mehreren Fabrikkatastrophen wächst der Druck auf die Textilbranche in Bangladesch: Arbeiter streiken, der Staat kontrolliert, Auftraggeber stellen Forderungen. Die Folgen werden nun sichtbar.

Dhaka (dpa) - Seit dem verheerenden Fabrikeinsturz in Bangladesch sind nach Branchenangaben 218 Textilfabriken in dem Entwicklungsland geschlossen worden. Zu den Ursachen gehörten Verstöße gegen Vorschriften, Proteste der Arbeiter und zu wenig Aufträge, erklärte der Verband der Textilfabrikanten und -exporteure am Freitag in Dhaka. Nach der Rana-Plaza-Katastrophe vor anderthalb Jahren, bei der mehr als 1100 Menschen ums Leben kamen, üben internationale Auftraggeber mehr Druck auf die Hersteller in Bangladesch aus.

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Bangladesch: Mängelbehebung in Textilfabriken wird Mammutaufgabe

Dhaka (dpa) - Bangladeschs Textilfabrikanten glauben nicht, dass die Mängel in den Unternehmen in dem südasiatischen Land so schnell behoben werden können wie von internationalen Konzernen gewünscht. Um die Gebäude zu sanieren und die Elektrik zu reparieren sei Zeit notwendig, sagte Nasirudin Ahmed Chowdhury vom Verband der Textilfabrikanten und -exporteure Bangladesch am Mittwoch in Dhaka.

Eine neue Initiative für Feuer- und Gebäudesicherheit, die nach dem Fabrikeinsturz mit mehr als 1100 Toten vor fast einem Jahr gegründet worden war, hatte am Vortag zahlreiche Missstände öffentlich gemacht. Inspekteure fanden Risse in Säulen, minderwertiges Baumaterial, mit zu schweren Geräten überladene Etagen und nicht genehmigte Stockwerke.

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