Bangladesch

Zunahme an Piraterie vor den Küsten Asiens

Berlin/Kuala Lumpur (dpa) - Die Gefahr durch Piraten ist für die internationale Handelsschifffahrt wieder gewachsen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres seien 134 Überfälle gemeldet worden, teilte das Schifffahrtsbüro (IMB) der Internationalen Handelskammer (ICC) am Mittwoch in Kuala Lumpur mit. Das seien rund 15 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Den Piraten gelang es, 106 Schiffe zu entern und 13 zu entführen; 15 Angriffe wurden abgewehrt. Dabei wurden insgesamt 250 Besatzungsmitglieder als Geiseln genommen, 14 angegriffen, 10 entführt, 9 verletzt und ein Seemann getötet.

Schwerpunkt der Piraterie ist Asien. Rund ein Drittel der gemeldeten Überfälle registrierte das Schifffahrtsbüro vor der Küste Indonesiens, allerdings meist kleinere Vorfälle. Ein deutlicher Anstieg der Angriffe sei vor Bangladesch zu verzeichnen. In Nigeria wurden elf Piratenattacken gemeldet.

Read more: Zunahme an Piraterie vor den Küsten Asiens

Bangladesch: Regierung zieht Mikrokreditbank an sich

Dhaka (dpa) - Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus ist empört über den Einfluss des Staates auf die von ihm gegründete Mikrokredit-Bank in Bangladesch. „Ich verurteile es auf das Schärfste, dass die Regierung von Bangladesch die Gesetze für die Grameen-Bank verändert hat“, erklärte der Wirtschaftswissenschaftler am Mittwoch in Dhaka. Am Vortag hatte das Parlament ein Gesetz erlassen, dass der Regierung erlaubt, die Vorstände und den Direktor zu bestimmen.

Read more: Bangladesch: Regierung zieht Mikrokreditbank an sich

Kampagne für Fairness in Textilindustrie kommt schleppend voran

Wer morgens in sein Sakko schlüpft, weiß in der Regel nicht, unter welchen Bedingungen es in armen Ländern produziert wurde. Das will Entwicklungsminister Müller ändern. Doch viele deutsche Modefirmen ziehen nicht mit.

Berlin (dpa) - Trotz schwacher Resonanz aus der Industrie hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sein schon vor Monaten angekündigtes Bündnis gegen die Ausbeutung von Textilarbeitern im Ausland gegründet. Ziel der Initiative, der sich bisher 29 Firmen und Verbände angeschlossen haben, ist es, soziale und ökologische Mindeststandards in der Lieferkette durchzusetzen - vom Baumwollfeld bis zum fertigen Kleidungsstück.

Read more: Kampagne für Fairness in Textilindustrie kommt schleppend voran

Bangladesch: Zustände in Textilfabriken immer noch unzureichend

Berlin (dpa) - Zwei Jahre nach dem Einsturz der Rana-Plaza-Fabriken in Bangladesch sieht der Modekonzern Primark Fortschritte, aber teils auch schockierende Zustände in anderen Produktionsstätten im Land. „Es wäre das Beste, wenn man die unsicheren Fabriken schließen würde“, sagte Paul Lister, Primark-Ethikbeauftragter und Mitglied der Geschäftsführung am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Von rund 4500 Textilfabriken in Bangladesch seien 1500 in einem „akzeptablen Zustand“.

In einem Teil der anderen Fabriken seien die Arbeitsbedingungen weiter schlimm. Bei der Auswahl der eigenen Fabriken lege Primark großen Wert auf die Kontrolle der Zustände, betonte das Unternehmen.

Bei dem Unglück am 24. April 2013 kamen mehr als 1100 Menschen ums Leben. Etwa 2500 Menschen wurden verletzt. Mitarbeiter eines Zulieferers von Primark hatten in dem Gebäude gearbeitet, als die Fabrik in sich zusammenstürzte.

Read more: Bangladesch: Zustände in Textilfabriken immer noch unzureichend

Asiatische Investmentbank steht auch nichtasiatischen Ländern offen

Peking (dpa) - An der geplanten neuen Asiatischen Investmentbank für Infrastruktur (AIIB) können sich nach chinesischen Angaben interessierte Länder auch von außerhalb Asiens beteiligen. Bis Ende März werde China, unter dessen Führung das Finanzinstitut aufgebaut wird, die Gründungsmitglieder verkünden, berichtete Finanzminister Lou Jiwei am Freitag auf einer Pressekonferenz anlässlich der laufenden Jahrestagung des Volkskongresses in Peking.

Auch größere Länder aus Europa hätten Interesse bekundet, sagte Lou Jiwei. 27 Länder wollten bislang Gründungsmitglied werden. Wie viele am Ende dabei seien, habe China noch nicht endgültig entschieden. Einige Länder wollten Privilegien, was die Arbeit der Bank aber sehr erschweren würde, sagte der Finanzminister. Die Bank sei offen für Japan und Mitglieder „aus anderen Regionen“.

Die in Peking ansässige Bank soll ein Gründungskapital von rund 100 Milliarden US-Dollar haben, von denen allein China schon 50 Milliarden in Aussicht gestellt hat. Mit dem chinesisch initiierten Finanzorgan sollen Kredite für Infrastrukturvorhaben wie etwa den Bau von Eisenbahnen, Straßen oder Energieprojekte vergeben werden.

Read more: Asiatische Investmentbank steht auch nichtasiatischen Ländern offen