Bangladesch: Importliberalisierung stärkt Rolle des Landes als Außenhandelspartner

Dhaka (BGCCI) - Bangladesch entwickelt sich zu einem wichtigen Außenhandelspartner weltweit. In den 1980er Jahren erfolgte in Bangladesch eine moderate Importliberalisierung. Die Abschaffung des bis dato geltenden Importlizenzsystems 1984 stellte eine deutliche Anpassung im Einfuhrregime dar. So wurden unter anderem Importe über Akkreditive (Letter of Credit - L/C) ermöglicht. Ab 1986 erfolgten zudem umfangreiche Änderungen beim Einfuhrverfahren und der generellen Handelspolitik des Landes. Um die Handelsströme Bangladeschs zu stabilisieren und den Marktakteuren Planungssicherheit zu geben, ersetzten längerfristige Importregulierungen die zuvor auf Jahresbasis formulierte Importpolitik. Seit 1990 sind die Güter(-gruppen), die einem Importverbot beziehungsweise gesonderten Beschränkungen zugeordnet sind, in einer einheitlichen, „konsolidierten“ Liste zusammengeführt. Gleichzeitig erfolgte eine Reduktion der betroffenen Produkte von 752 (1985 bis 1986) auf lediglich 26 für den Zeitraum 2012 bis 2015. Importregulierungen bestehen einerseits aus handelspolitischen Gründen zum Schutz lokaler Industriezweige, zum anderen, um Umwelt, Gesundheit der Bevölkerung und öffentliche Sicherheit zu schützen. Daher sollten nur die handelsbezogenen Beschränkungen bei der Umsetzung weiterer Reformen und fortgesetzter Liberalisierung von Interesse sein. Ein wichtiger Aspekt der Tarifstruktur in Bangladesch ist die Verwendung von Importsteuern, welche über die generellen Zollsätze hinaus eine schützende Wirkung entfalten (auch als Para-Tarif bekannt). Diese Aufschläge umfassen einen Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur (Infrastructure Development Surcharge - IDSC) sowie Neben- und Regulierungsabgaben. Ursprünglich sollten es diese Steuern ermöglichen, zusätzliche Einnahmen für den Staatshaushalt zu generieren. Da auf Güter aus lokaler Produktion jedoch keine entsprechenden Abgaben entfallen, stellen sie einen Schutzmechanismus für die lokale Wirtschaft dar. Während die Mehrwertsteuer generell als „handelsneutral“ gilt, hat sich über eine Steuerbefreiung für spezifische, heimische Produkte wiederum ein Schutzsystem für lokale Produzenten etabliert. Mehr über die durchschnittlichen Zoll- und Paratarife in Bangladesch finden Sie auf: http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Maerkte/suche,t=bangladeschs-importliberalisierung-stabilisiert-handel,did=1344456.html (Bild: Claus Bünnagel/pixelio.de)



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