Indien und Bangladesch begradigen ihre Grenzen

Kolkata (dpa) - Zehntausende Bewohner von Enklaven in Indien und Bangladesch erhalten am Samstag erstmals eine Staatsbürgerschaft. In der Nacht zum 1. August tritt der Grenzvertrag zwischen den beiden südasiatischen Ländern in Kraft - damit tauscht Indien seine 111 Enklaven in Bangladesch gegen die 51 Enklaven auf der anderen Seite aus. Die bisher staatenlosen Bewohner der Territorien konnten sich aussuchen, Bürger welchen Landes sie werden wollen. Um Mitternacht sollten Flaggen gehisst und Muschelhörner geblasen werden, sagte ein Sprecher des indischen Distrikts Cooch Behar.

Die Grenze zwischen den beiden Ländern sah in Teilen völlig zerfleddert aus. Bereits 1974 einigten sich Bangladesch und Indien darauf, die Grenze glattzuziehen.

Doch erst im Juni diesen Jahres ratifizierten Neu Delhi und Dhaka den Grenzvertrag. In den bangladeschischen Enklaven lebten 14 854 Menschen, in den indischen Enklaven 39 176 Menschen. Sie mussten bislang ohne Papiere, Schulen, Krankenhäuser und oft auch ohne Zugang zu Strom auskommen.

Moinul Huq von einem Koordinationskomitee zum Austausch der Enklaven sagte, auf bangladeschischer Seite würden 68 Kerzen angezündet sowie 68 Feuerwerkskörper und 68 Luftballone in den Himmel geschickt. Diese stünden für 68 Jahre ohne Staatszugehörigkeit und in Armut. Um Mitternacht werde außerdem die Nationalhymne Bangladeschs gesungen.

(Bild: NicoLeHe/pixelio.de)



Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.