Malaysia

Strategien zum Überleben in asiatischen Megastaus

Bangkok (dpa) - Die Megastädte Asiens stehen vor dem Verkehrskollaps. Chaotisches Wachstum, schmale Straßen, Zehntausende Zuzügler, mehr Autos durch wachsenden Wohlstand - das bedeutet: Auf den Straßen geht jeden Tag über Stunden nichts mehr. Zwei Stunden Anfahrt zum Büro sind nichts, sagen Einwohner im Großraum Bangkok (16 Millionen Einwohner, Thailand), im Großraum Jakarta (25 Millionen, Indonesien) oder im Großraum Manila (12 Millionen, Philippinen). Dagegen sind die 65 Stunden, die Autofahrer in Köln nach Berechnungen des Verkehrsdatenanbieters Inrix im vergangenen Jahr durchschnittlich im Stau verloren haben, ein Klacks. Wie überleben die Menschen in Asien das?

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Indonesien: Plantagenbrände suchen Borneo und Sumatra heim

Jakarta (dpa) - Mehr als 25 Millionen Menschen sind auf den indonesischen Inseln Borneo und Sumatra derzeit dichtem Rauch ausgesetzt. Ursache seien Wald- und Plantagenbrände, sagte Tri Budiarto von der örtlichen Katastrophenbehörde am Freitag. Sechs Provinzen riefen den Notstand aus und forderten die Bewohner auf, in ihren Häusern zu bleiben. Die anhaltende Dürre drohte die Brände noch weiter anzufachen.

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Kambodscha: Unmut über Nacktbilder als Ausdruck westlicher Arroganz

Kuala Lumpur (dpa) - Ein Reise-Schnappschuss vom Wolkenkratzer Taipei 101 in Taiwans Hauptstadt, dem einst höchsten Gebäude der Welt: Emil Kaminski lässt sich mit nacktem Po fotografieren. Am Eiffelturm in Paris: Zwei Männer lassen sich dort mit heruntergelassenen Hosen ablichten. Vor dem Panorama des Grand Canyon in Colorado: Eine Frau reckt die Arme in die Luft und ihren entblößten Allerwertesten in die Kamera.

Fotos mit nackten Touristen sind «in». Bei Twitter, Instagram und auf Facebook haben vorwiegend westliche Touristen Tausende Fotos mit nackten Tatsachen hochgeladen. Was sie für Spaß halten, erzürnt aber viele Einheimische, vor allem in Asien.

Dort greift die Polizei nun immer öfter durch. In Malaysia wurden im Juni vier Touristen aus Großbritannien, den Niederlanden und Kanada wegen obszönen Verhaltens zu drei Tagen Gefängnis verurteilt. Sie hatten am Gipfel des Kinabalu blankgezogen und sich dabei fotografiert.

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Dekra will auf asiatischem Kontinent expandieren

Stuttgart (dpa) - Der Prüfkonzern Dekra sieht in den kommenden Jahren in der Region Asien-Pazifik Chancen für kräftiges Wachstum. Interessant seien die Bereiche Unterhaltungselektronik oder auch Produktprüfungen für Spielzeug, Haushaltsgeräte, Gartengeräte und Elektrowerkzeuge, wie das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mitteilte. Von aktuell rund 80 Millionen Euro sollen die Erlöse in den kommenden fünf Jahren dort auf etwa 250 Millionen Euro ansteigen. Der Gesamtumsatz wird 2014 voraussichtlich um rund sieben Prozent auf etwa 2,5 Milliarden Euro klettern. Angaben zum Ergebnis wurden nicht gemacht.

Die Zahl der Mitarbeiter nahm im zu Ende gehenden Jahr um etwa 2000 Personen auf fast 35 000 zu. Nun arbeite fast die Hälfte der Belegschaft im Ausland. Dekra ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer auf dem Gebiet der Fahrzeugprüfungen. Im Kerngeschäft mit Fahrzeug-Prüfungen, Gutachten und Schadensregulierung (Automotive) stieg der Umsatz um fast acht Prozent auf mehr als 1,3 Milliarden Euro.

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Früherer Aer-Lingus-Chef soll Malaysia Airlines aus der Krise führen

Kuala Lumpur (dpa) – Der deutsche Chef der irischen Fluglinie Aer Lingus, Christoph Müller, soll Malaysia Airlines aus der Krise helfen. Müller werde 2015 das Steuer bei Malaysia Airlines übernehmen. Dies teilte der Hauptaktionär der Fluglinie, der Staatsfonds Khazanah Nasional, am Freitag mit. Der Deutsche ist damit der erste nicht-malaysische Chef des Unternehmens.

Müllers Vertrag mit Aer Lingus läuft am 1. Mai 2015 aus, doch Khazanah verhandle derzeit mit ihm über einen früheren Dienstantrit. Malaysia Airlines schreibt nach zwei Katastrophen in diesem Jahr starke Verluste. Im März verschwand Flug MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos. Im Juli stürzte Flug MH17 über der Ostukraine ab, vermutlich nach Raketenbeschuss. Insgesamt kamen 537 Menschen ums Leben. Die schwer angeschlagene Fluglinie soll am 12. Dezember von der Börse genommen werden und vollständig in staatliche Kontrolle übergehen.

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