Kambodscha

Kambodscha: Mit Coke gegen das Korruptionsimage

Phnom Penh (dpa) – Kambodscha will mit Hilfe von Coca-Cola seinen Ruf aufmöbeln. Viele Leute brächten mit dem armen südostasiatischen Land Korruption in Verbindung, sagte Handelsminister Sun Chanthol, wie die Zeitung „Cambodia Daily“ am Freitag berichtete.

Er wolle von den Coca-Cola-Strategen lernen, wie man sich weltweit erfolgreich vermarkte. Eine Delegation des US-Getränkeherstellers komme Ende März. David Puttnam, Produzent von „Killing Fields“ - dem Film über den Genozid der Roten Khmer in Kambodscha - helfe auch beim Image-Aufpolieren: Der Brite ist Handelsbeauftragter in Phnom Penh und habe britische Werbeagenturen für Seminare ins Land geholt.

Kambodscha liegt im Korruptionsindex von Transparency International auf Platz 156 von 175. In der Weltbank-Liste zum Geschäftsklima belegt es Platz 135 von 189.

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Asean will bis 2015 gemeinsamen Binnenmarkt schaffen

Von Christiane Oelrich, dpa

In Südostasien entsteht ein Wirtschaftsstandort mit Riesenpotenzial: Zehn Länder wollen dort einen gemeinsamen Markt bilden. Zusammen haben sie mehr Einwohner als die EU.

Bangkok (dpa) - Im Schatten von China wächst schon länger eine weitere asiatische Wirtschaftsmacht heran - und jetzt steht sie vor einem entscheidenden Schritt: Die Südostasiatische Staatengemeinschaft (Asean) schafft bis Ende 2015 einen gemeinsamen Markt. Die zehn Länder streben eine Wirtschaftszone praktisch ohne Zölle, mit freier Bahn für Waren, Dienstleistungen, Investitionen, Fachkräfte und Kapital an. Zusammen haben die Staaten rund 600 Millionen überwiegend junge Einwohner, mehr als die EU. Der gemeinsame Markt ermöglicht in ein paar Jahren zusätzliche Geschäfte im dreistelligen Milliardenbereich, meinen die Unternehmensberater von McKinsey.

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Kambodscha: Weltweites Interesse an Pfeffer aus Kampot

Provinz Kampot (dpa) - Für guten Pfeffer scheint vielen Touristen im Südwesten Kambodschas dieser Tage kein Weg zu weit. Denn wer Sothys Pfeffer-Farm in der Provinz Kampot besuchen will, der muss nicht zuletzt eine lange Fahrt über eine holprige und staubige Straße in Kauf nehmen. Hier wird der berühmte Pfeffer angebaut, auf den unter anderem der französische Spitzenkoch Olivier Roellinger schwört. Auf seiner Webseite preist der frühere Drei-Sterne-Koch den «olfaktorischen Reichtum, das Aroma sowie die verdauungsfördernden und entgiftenden Eigenschaften» des Pfeffers aus dem südostasiatischen Land.

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Tchibo will Arbeitsbedingungen in asiatischen Partnerunternehmen verbessern

Hamburg (dpa) - Der Hamburger Kaffee- und Handelskonzern Tchibo hat seit fast zehn Jahren Nachhaltigkeit als wesentlichen Bestandteil seiner Firmenstrategie festgeschrieben. «Wir wollen ein zu 100 Prozent nachhaltiges Unternehmen werden», meint Unternehmenschef Markus Conrad. «Zum einen, weil wir aufgrund unserer Expertise und auch unserer Größe etwas bewegen können. Zum anderen, weil wir davon überzeugt sind, das unser zukünftiger wirtschaftlicher Erfolg maßgeblich von einer nachhaltigen Geschäftspolitik profitieren wird.»

Auf diesem Weg ist Tchibo schon ein Stück vorangekommen, hat das ehrgeizige Ziel aber keineswegs erreicht. Ein Drittel des Tchibo-Kaffees kommt aus nachhaltigem Anbau und trägt ein entsprechendes Zertifikat. 80 Prozent der Textilien sind aus Bio-Baumwolle oder «Cotton made in Africa», einer Initiative für afrikanische Baumwolle.

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Südostasiatische Kunst im Fokus der Fachwelt

Singapur (dpa) - Die indonesische Künstlerin Tintin Wulia hat es mit Grenzen. «Bastel Dir einen Pass» heißt ihre Performance. Sie gibt Besuchern der Kunstmesse Art Stage Singapore Papier, Stifte und Kleber, damit sie sich selbst einen Reisepass machen, und kommt darüber mit ihnen ins Gespräch. «Wir reden über Herkunft, Identität, Globalisierung, Migration», sagt die 43-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Das Thema passt auch zur zeitgenössischen Kunst Südostasiens, die die Art Stage seit Donnerstag in der äquatornahen Metropole Singapur präsentiert. Gibt es überhaupt ein länderübergreifendes Label «südostasiatische Kunst»?

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