Philippinen

Dekra will auf asiatischem Kontinent expandieren

Stuttgart (dpa) - Der Prüfkonzern Dekra sieht in den kommenden Jahren in der Region Asien-Pazifik Chancen für kräftiges Wachstum. Interessant seien die Bereiche Unterhaltungselektronik oder auch Produktprüfungen für Spielzeug, Haushaltsgeräte, Gartengeräte und Elektrowerkzeuge, wie das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mitteilte. Von aktuell rund 80 Millionen Euro sollen die Erlöse in den kommenden fünf Jahren dort auf etwa 250 Millionen Euro ansteigen. Der Gesamtumsatz wird 2014 voraussichtlich um rund sieben Prozent auf etwa 2,5 Milliarden Euro klettern. Angaben zum Ergebnis wurden nicht gemacht.

Die Zahl der Mitarbeiter nahm im zu Ende gehenden Jahr um etwa 2000 Personen auf fast 35 000 zu. Nun arbeite fast die Hälfte der Belegschaft im Ausland. Dekra ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer auf dem Gebiet der Fahrzeugprüfungen. Im Kerngeschäft mit Fahrzeug-Prüfungen, Gutachten und Schadensregulierung (Automotive) stieg der Umsatz um fast acht Prozent auf mehr als 1,3 Milliarden Euro.

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In Kambodscha wird der „Welttoilettentag“ nicht belächelt

Siem Reap (dpa) - Preap Samnang ist 13 und geht in die 4. Klasse. Im Schreiben, Lesen und in Mathe, da ist er nicht gerade der Beste, aber was da hinten auf seinem Schulhof in Siem Reap in Kambodscha passiert, das weiß er ganz genau: „Da werden unsere neuen Toiletten gebaut.“ Irgendein Problem mit den alten? „Ja, die sind hässlich und schmutzig, und da gibt es keine Seife.“ Ist das ein Problem? „Ja klar, Mensch“, ruft Samnangs Freund Lis Loy (11) dazwischen. „Wir brauchen gute saubere Toiletten und Seife, damit wir nicht krank werden.“

„Wasser, Hygiene und, Abwasserentsorgung - das sind kritische Faktoren für das Überleben von Kindern und Bausteine für ihre Gesundheit und Entwicklung“, sagt das UN-Kinderhilfswerk Unicef. Nur: Jeder dritte Mensch weltweit hat keinen Zugang zu vernünftigen Toiletten - nach Schätzungen 2,5 Milliarden Menschen. Eine Milliarde Menschen verrichten ihre Notdurft in freier Natur. 80 Prozent der Abwasser werden nicht gereinigt. Am 19. November ist Welttoilettentag: Das Thema Sanitäranlagen soll dann weltweit ins Bewusstsein kommen.

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Indonesien schwört Apec-Staaten auf freien Handel ein

Nusa Dua (dpa) - Der Abbau von Handelsschranken soll weiteres Potenzial der Asien-Pazifik-Region als Lokomotive der Weltwirtschaft entfesseln. Die 21 Länder der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftszusammenarbeit (Apec) seien in idealer Position, zum weltweiten Aufschwung beizutragen, sagte Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono am Sonntag bei einer Tagung von mehr als 1000 Apec-Unternehmern in Nusa Dua auf der Insel Bali. Dafür müssten die Regierungen den Handel weiter liberalisieren, forderte Yudhoyono.

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Vietnam: Reichlich Bewegung auf dem Automarkt

Hanoi (dpa) - Nichts geht mehr auf den Straßen in den vietnamesischen Metropolen Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt. Wo sich vor wenigen Jahren noch Fahrräder und Mofas tummelten, stauen sich nun Autos. Der Automarkt in dem kommunistischen Land erlebt einen beispiellosen Boom - und im oberen Preissegment sind es vor allem deutsche Fahrzeuge, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Dominiert wird dieses Feld seit Jahren von Daimler. «Dieser Markt öffnet sich wirklich», sagt Michael Behrens, Chef von Mercedes Benz Vietnam. «In den vergangenen zwei, drei Jahren sind alle Marken hierhergekommen, und man muss sich beweisen. Die Kunden werden auf positive Weise anspruchsvoller».

5,6 Prozent ist die Wirtschaft des südostasiatischen Landes im Vorjahr gewachsen, und auch für 2015 und die Folgejahre prognostiziert die Weltbank ähnliche Wachstumsraten. Für viele der knapp unter 90 Millionen Vietnamesen wächst mit zunehmendem Wohlstand auch der Wunsch nach einem vierrädrigen Statussymbol.

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Burma: Regime will Vorzeigehafen in Dawei errichten

Von Cod Satrusayang und Christiane Oelrich, dpa

Von der Militärdiktatur zum Business-Zentrum: Myanmar will mit einem gigantischen Hafenprojekt die Handelsströme in Asien aufmischen. Das bitterarme Volk wird vertrieben und protestiert.

Rangun (dpa) - Noch dümpeln zerbeulte Fischerboote vor der Küste von Dawei in Myanmar, im Hinterland bestellen Bauern mit Büffeln ihre Felder. Sie sollen aber vertrieben werden, denn es soll eine gigantische Industriezone mit Tiefseehafen entstehen. Der Staat in Südostasien, dessen Militärjunta das Volk bis 2011 jahrzehntelang knüppelte, will damit in die Weltliga der Hafenbetreiber. Dawei würde mit seiner Kapazität heute zu den zehn größten Häfen der Welt gehören. Die Verträge für die erste Bauphase sollen bis Ende April unterzeichnet werden, sagt Thailands größte Baufirma Italian-Thai.

Dawei vermarktet sich als „neues Tor nach Indochina“, die Germany Trade and Invest Gesellschaft für Außenwirtschaft nennt es das vermeintlich ehrgeizigste Industriezonenprojekt Südostasiens. „Dawei wird der größte Logistik-Hub dieser Art in der Region“, sagt der Marketing-Manager von Italian-Thai, Pravee Kamolkanchana. „Es ist das größte Projekt in der Firmengeschichte.“

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