Südkorea

EU wirft Thailand Untätigkeit gegen Schwarzfischerei vor

Brüssel (dpa) - Im Kampf gegen illegale Fischerei droht die EU Thailand mit einem Importstopp. Das südostasiatische Land bekommt sechs Monate Zeit, um Regeln gegen unerlaubtes Fischen aufzustellen. „Wir beobachten, dass es keine Kontrollen gibt, überhaupt keine Bemühungen“, sagte EU-Umweltkommissar Karmenu Vella am Dienstag in Brüssel. Nun sprach die EU-Kommission eine offizielle Warnung aus.

Über das Problem sei mit thailändischen Behörden seit 2011 immer wieder gesprochen worden, sagte Vella. Wenn das Land im kommenden halben Jahr keine Reformen auf den Weg bringt, könnte die EU Fischimporte aus Thailand verbieten. Ein solches Embargo war in der Vergangenheit etwa gegen Kambodscha und Sri Lanka verhängt worden.

Nach EU-Angaben werden jährlich 15 Prozent aller weltweit gefangenen Fische illegal aus dem Wasser geholt. Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßte die Androhung von Sanktionen gegen Thailand: „Illegale Fischerei ist ein Geschäft, mit dem Milliarden verdient und die Meere geschädigt werden“, teilte der WWF mit.

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Südkorea: „Sewol“-Katastrophe belastet immer noch politisches Klima

Der Untergang der Fähre „Sewol“ bedeutet für Südkoreas Präsidentin eine große politische Last. Die Familien der Opfer fordern eine unabhängige Untersuchung zu dem Unglück mit Hunderten Toten.

Seoul (dpa) - Zum ersten Jahrestag der „Sewol“-Fährkatastrophe mit etwa 300 Toten hat Südkoreas Präsidentin jetzt doch die Bergung des Schiffes angekündigt. Damit hat Park Geun Hye Forderungen von Opfer-Familien nachgegeben. „Ich werde Maßnahmen ergreifen, damit das Schiff sobald wie möglich geborgen werden kann“, kündigte sie am Donnerstag am Paengmok-Hafen auf der südwestlichen Insel Jindo an, vor der die „Sewol“ am 16. April 2014 mit zahlreichen Schülern an Bord gesunken war. Es müsse alles daran gesetzt werden, die Leichen von neun vermissten Insassen zu finden. Trauer und Wut mischten sich am Jahrestag des Unglücks bei Gedenkveranstaltungen für die Opfer.

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Südkorea: Hyundai will mit Genesis im Luxussegment punkten

Seoul (dpa) - Der südkoreanische VW-Konkurrent Hyundai hat eine neue Marke für Autos der Luxusklasse auf den Weg gebracht. Genesis werde als allein stehende Marke neben der Marke Hyundai stehen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Mit der Einführung wolle das Unternehmen vom Erfolg im schnell wachsenden Weltmarkt für Oberklassewagen profitieren. Bis 2020 sollen sechs neue Genesis-Modelle vorgestellt werden, die mit etablierten Luxusanbietern konkurrieren.

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Japan: Honduras wird neuer Importpartner für Melonen

(fruchtportal.de) Nach einem Bewertungsprozess, der acht Jahre dauerte, werden Melonen aus Honduras nun in den japanischen Markt eintreten dürfen. Das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung von Honduras (Secretaría de Desarrollo Económico, SDE) bestätigte die bevorstehende Öffnung des japanischen Marktes. Der Markt könnte zwischen 300 und 400 Container mit Früchten pro Jahr aufnehmen, was rund 100 Millionen US-Dollar an Einnahmen für Honduras bedeutet.

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Südkorea plant Beteiligung an Chinas Entwicklungsbank

Seoul (dpa) - Südkorea will sich gegen die Bedenken der USA an einer von China angestrebten neuen internationalen Entwicklungsbank beteiligen. Das Finanzminister in Seoul teilte am Donnerstag mit, dass Südkorea Gründungsmitglied der Asiatischen Investmentbank für Infrastruktur (AIIB) mit Sitz in Peking werden wolle. Der Beschluss sei im besten Interesse des Landes gefasst worden.

Im Juni werde die Mitgliedschaft wirksam, wenn die anderen potenziellen Mitgliedstaaten sich auf das Gründungsabkommen einigten, sagte ein Sprecher.

Der Schritt Südkoreas war erwartet worden. China ist der größte Handelspartner des Landes. Beide Nachbarländer wollen möglichst in den nächsten Wochen ein Freihandelsabkommen unterzeichnen.

Nach Berichten südkoreanischer Medien hatte die USA versucht, ihren Verbündeten dahingehend zu beeinflussen, in die Bank nicht zu investieren. Die Einrichtung der Bank gilt als direkter Konkurrent der Weltbank mit Sitz in Washington, in der die USA dominieren.

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