Thailand: Bergbaubilanz für das Jahr 2012 vorgelegt

In der Ausbeutung mineralischer Ressourcen gehört Thailand weltweit zu den führenden Produzenten bei Zement, Feldspat, Gips und Zink. Bei einer Gesamtproduktion von rund 230 Mio. t war der Wert 2012 leicht rückläufig auf rund 1,9 Mrd. US$. Dynamisch zeigte sich der Goldbergbau mit einem Sprung um 45% auf etwa 200 Mio. $. Der Import von Bau- und Bergbaumaschinen belief sich 2013 wie im Vorjahr auf 1,2 Mrd., wobei deutsche Fabrikate mit 48 Mio. $ einen Anteil von 3,9% repräsentierten.

Thailands Bergbau erzielte 2012 voraussichtlich einen Produktionswert von 58 Mrd. Baht (B; rund 1,45 Mrd. Euro; 1 Euro = 40,4 B), was 2,4% unter dem Vorjahresergebnis lag. Wertmäßig entfiel der Großteil auf die drei Rohstoffe Braunkohle (31%), Kalkstein (28%) und Golderz (11%). Weitere wichtige Abbauprodukte waren Gips, Basalt, Zinkerz, Steinsalz, Zement und Feldspat.

Die gesamte Produktpalette umfasst noch etwa fünfzig andere Mineralien wie Eisenerz, Marmor, Dolomit, Quarz, Zinn, Wolfram, Silber oder Edelsteine. Zum Bruttoinlandsprodukt trägt der Bergbau lediglich mit einem halben Prozent bei.

Die Gesamtproduktion beläuft sich laut dem letzten „Mining Industry Overview“ des Department of Primary Industries and Mines auf rund 230 Mio. t. Die Industrie zählt 663 Minen und Steinbrüche, 547 Verarbeitungs- und Steinbrechanlagen sowie 35 metallurgische Anlagen. Gut die Hälfte der Produktion ging 2012 mit Exporterlösen von rund 900 Mio. $ ins Ausland - hauptsächlich Zinnmetalle, Gips, Anhydrit, Gold und Silber. Der Import an Mineralien liegt in etwa doppelt so hoch bei rund 2 Mrd. $ und besteht zu 70% aus Kohle und Koksprodukten.

Die meiste Dynamik verzeichnete 2012 der Goldbergbau mit einem bedeutenden Sprung um 45% auf 6,4 Mrd. B. Federführend ist hier die australische Gesellschaft Kingsgate Consolidated, die seit 2002 die größte Goldmine Chatree über ihre Tochterfirma Akara Resources ausbeutet. Die Jahresproduktion erreichte zuletzt etwa 125 000 Unzen, die Reserven wurden auf 1,9 Mio. Unzen geschätzt.

Ein hohes Entwicklungspotenzial wird bei Pottasche gesehen, wo es aktuell drei Akteure gibt. Das Unternehmen Asia Pacific Potash Corporation beantragte eine Lizenz für eine Sylvinit-Mine in Udon Thani mit einer Jahresproduktion von 2 Mio. t. Die ASEAN Potash Mining Company plant den Abbau von Carnallit in Chaiyapoom in einer Jahresmenge von 1,1 Mio. t, während die Thai Kali Company eine Produktion von 0,1 Mio. t in Nakhon Ratchasima anstrebt. Kaolin wird vornehmlich in Ranong in Höhe von jährlich rund 90 000 t abgebaut und hauptsächlich für Sanitärprodukte genutzt.

Im Kohlezweig verfügt Thailand laut dem BP Statistical Energy Survey 2010 über Reserven in Höhe von 1,3 Mrd. t, überwiegend Braunkohle. Die größten Bergwerke besitzt und betreibt die nationale Stromgesellschaft EGAT in der Provinz Lampang, wo sich über 85% der Produktion konzentriert. Einstige Kohleproduzenten wie Banpu und Lanna Resources sind wegen der Erschöpfung der eigenen Lagerstätten auf das Ausland angewiesen. Banpu hatte 2008 seine beiden Abbaugebiete Chiang Muan und Lampang stillgelegt und bereits seit längerem in Kohleminen in Australien, Indonesien, VR China, Laos und Mongolia investiert. Das gesamte Unternehmenskapital belief sich im April 2014 auf 7,3 Mrd. $. Im 1. Quartal 2014 erzielte Banpu einen Umsatz von 831 Mio. $, davon 93% aus dem Kohlegeschäft.

(Waldemar Duscha/gtai.de; Bild: Wikipedia)



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