Burma

Asean-Gipfel erstmals in Birma

(dpa/BA) - Am Wochenende fand erstmals der Asean-Gipfel in Myanmar (Birma) statt. Präsident Thein Sein sieht die Gastgeberrolle drei Jahre nach der weitgehenden Beendigung der Militärdiktatur als weiteren Schritt zur Anerkennung durch die internationale Staatengemeinschaft.

Kontroverse Themen wie der schleichende Genozid an der muslimischen Minderheit der Rohingya kamen nicht zur Sprache, weil der Verbund einen strikten Nichteinmischungskodex hat. Die Mitgliedsstaaten kritisierten hingegen die gegen mehrere Asean-Länder gerichteten Territorialansprüche Chinas im Südchinesischen Meer. Bis Ende des nächsten Jahres soll ein gemeinsamer Markt der Teilnehmerländer geschaffen werden.

Die Gemeinschaft südostasiatischer Staaten Asean wurde 1967 in Bangkok gegründet. Heute gehören ihr die zehn Länder Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar (das frühere Birma), die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam an.

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Burma: Schauspieler gründet gemeinnützige Bestattungseinrichtung

Rangun (dpa) - Wenn Filmstar Kyaw Thu mit seinem goldverzierten Leichenwagen in Richtung des Krematoriums in Rangun fährt, ist das mehr als der letzte Weg eines Verstorbenen. Die Fahrt ist auch ein Protest. Bis 2011 wurde Kyaw Thus Heimatland Myanmar von einer Militärdiktatur regiert. Noch immer kontrollieren die Militärs die Regierung.

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Bangladesch: Zustände in Textilfabriken immer noch unzureichend

Berlin (dpa) - Zwei Jahre nach dem Einsturz der Rana-Plaza-Fabriken in Bangladesch sieht der Modekonzern Primark Fortschritte, aber teils auch schockierende Zustände in anderen Produktionsstätten im Land. „Es wäre das Beste, wenn man die unsicheren Fabriken schließen würde“, sagte Paul Lister, Primark-Ethikbeauftragter und Mitglied der Geschäftsführung am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Von rund 4500 Textilfabriken in Bangladesch seien 1500 in einem „akzeptablen Zustand“.

In einem Teil der anderen Fabriken seien die Arbeitsbedingungen weiter schlimm. Bei der Auswahl der eigenen Fabriken lege Primark großen Wert auf die Kontrolle der Zustände, betonte das Unternehmen.

Bei dem Unglück am 24. April 2013 kamen mehr als 1100 Menschen ums Leben. Etwa 2500 Menschen wurden verletzt. Mitarbeiter eines Zulieferers von Primark hatten in dem Gebäude gearbeitet, als die Fabrik in sich zusammenstürzte.

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Indonesien: Semen Indonesia wird nicht um jeden Preis in Myanmar investieren

Der staatliche indonesische Zementriese Semen Indonesia könnte seine Pläne, in Myanmar zu investieren, fallen lassen, sollten das Unternehmen und sein Partner vor Ort zu keiner Übereinstimmung über die Einzelheiten des Kooperationsvertrages finden. Dies betonte Generalsekretär Agung Wilharto nach einer schwierigen Verhandlungsrunde mit seinem potenziellen Partner in Myanmar.

„Die Verhandlungen dauern immer noch an“, erklärte Wilharto gegenüber der Jakarta Post. Man habe aber noch keine Einigung bezüglich einiger Punkte erzielen können, unter anderem über den Preis der Anteile, die erworben werden sollten, und über die Höhe der Beteiligung.

Semen Indonesia wolle sich im Fall des Ausbleibens einer Einigung entweder nach einem potenziellen anderen Partner in Myanmar umsehen, oder seine Expansionspläne in anderen asiatischen Ländern wie Vietnam, Kambodscha oder Bangladesch realisieren.

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Burma: Regime will Vorzeigehafen in Dawei errichten

Von Cod Satrusayang und Christiane Oelrich, dpa

Von der Militärdiktatur zum Business-Zentrum: Myanmar will mit einem gigantischen Hafenprojekt die Handelsströme in Asien aufmischen. Das bitterarme Volk wird vertrieben und protestiert.

Rangun (dpa) - Noch dümpeln zerbeulte Fischerboote vor der Küste von Dawei in Myanmar, im Hinterland bestellen Bauern mit Büffeln ihre Felder. Sie sollen aber vertrieben werden, denn es soll eine gigantische Industriezone mit Tiefseehafen entstehen. Der Staat in Südostasien, dessen Militärjunta das Volk bis 2011 jahrzehntelang knüppelte, will damit in die Weltliga der Hafenbetreiber. Dawei würde mit seiner Kapazität heute zu den zehn größten Häfen der Welt gehören. Die Verträge für die erste Bauphase sollen bis Ende April unterzeichnet werden, sagt Thailands größte Baufirma Italian-Thai.

Dawei vermarktet sich als „neues Tor nach Indochina“, die Germany Trade and Invest Gesellschaft für Außenwirtschaft nennt es das vermeintlich ehrgeizigste Industriezonenprojekt Südostasiens. „Dawei wird der größte Logistik-Hub dieser Art in der Region“, sagt der Marketing-Manager von Italian-Thai, Pravee Kamolkanchana. „Es ist das größte Projekt in der Firmengeschichte.“

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