Burma

Thailand: Sweatshops wollen abtrünnige Arbeiter wegen "Diffamierung" belangen

Bangkok (dpa) - Wegen einer Beschwerde über die schlechten Arbeitsbedingungen in einer thailändischen Hühnerfabrik stehen seit Mittwoch 14 Billiglöhner aus dem Nachbarland Myanmar in Bangkok vor Gericht. Das Unternehmen verklagte die Arbeiter deshalb wegen «Diffamierung», wie ein Justizsprecher bestätigte. Bei einer Verurteilung droht ihnen bis zu einem Jahr Gefängnis. Thailand gehört weltweit zu den größten Produzenten und Exporteuren von Hühnerfleisch.

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Asean-Staaten über Nordkorea-Krise beunruhigt

Manila (dpa) - Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA versetzen auch Südostasien in immer größere Sorge. Auf einem Gipfel der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean) in Manila äußerten sich die Staats- und Regierungschefs der zehn Mitgliedsländer am Samstag «extrem beunruhigt». Nordkorea müsse alles unterlassen, was den Frieden gefährde. Zugleich appellierte der Gastgeber, der philippinische Präsident Rodrigo Duterte, aber auch an die Vereinigten Staaten, «vorsichtig und geduldig» zu sein.

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Burma: Meister der Schreibmaschine erleben letzten Frühling

Von Christoph Sator, dpa Tack-tack, tack-tack. Rrrrring. In Europa ist das Geräusch von Schreibmaschinen fast schon vergessen. Aber in den Straßen von Rangun in Myanmar gibt es sie noch alte Olympia-Geräte aus deutscher Produktion. Und auch Lohnschreiber, die darauf tippen. Doch das Gewerbe stirbt. Rangun (dpa) - Der Mann, der Regenschirme reparierte, ist schon weg. Die Frauen, die bis vor ein paar Monaten noch jeden Morgen auf der Straße ihre Klapptische mit den Telefonapparaten aufstellten, damit die Leute ihre Anrufe erledigen konnten, auch.

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Neue Billig-Standorte bringen Asiens Textilindustrie in Umbruch

Addis Abeba (dpa) - Staaten wie Indien, Bangladesch und Sri Lanka waren lange die Superbillig-Standorte der Textilindustrie. Jetzt dienen sich der Branche neue Niedriglohnländer an: Äthiopien, Haiti, Kambodscha und Myanmar. Oft verdienen Firmen aus den «alten» Textilstaaten dort mit. Die Chinesen und die Türken sind schon in Äthiopien. Auch Textilfirmen aus Indien und Bangladesch, deren Kleidung auch in Deutschland landet, haben in dem ostafrikanischen Land schon die ersten Pflöcke eingeschlagen.

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Burma: Nach 50 Jahren tritt gewähltes Parlament zusammen

Naypyidaw (dpa) - Wie ein bunter Paradiesvogel sieht Wahlsiegerin Aung San Suu Kyi im Parlament von Myanmar unter den Abgeordneten aus. Das liegt ein bisschen an der strikten Kleiderordnung. Die zierliche Suu Kyi punktet mit bunten Blüten im Haar, während ihre fast ausschließlich männlichen Kollegen mit beigem «Gaung Baung» auf dem Kopf erscheinen müssen. Das ist ein Turban aus Seide mit Flügel, der je nach Rang des Trägers entweder herunterhängt oder hochsteht.

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