Thailand

Asiatische Investmentbank steht auch nichtasiatischen Ländern offen

Peking (dpa) - An der geplanten neuen Asiatischen Investmentbank für Infrastruktur (AIIB) können sich nach chinesischen Angaben interessierte Länder auch von außerhalb Asiens beteiligen. Bis Ende März werde China, unter dessen Führung das Finanzinstitut aufgebaut wird, die Gründungsmitglieder verkünden, berichtete Finanzminister Lou Jiwei am Freitag auf einer Pressekonferenz anlässlich der laufenden Jahrestagung des Volkskongresses in Peking.

Auch größere Länder aus Europa hätten Interesse bekundet, sagte Lou Jiwei. 27 Länder wollten bislang Gründungsmitglied werden. Wie viele am Ende dabei seien, habe China noch nicht endgültig entschieden. Einige Länder wollten Privilegien, was die Arbeit der Bank aber sehr erschweren würde, sagte der Finanzminister. Die Bank sei offen für Japan und Mitglieder „aus anderen Regionen“.

Die in Peking ansässige Bank soll ein Gründungskapital von rund 100 Milliarden US-Dollar haben, von denen allein China schon 50 Milliarden in Aussicht gestellt hat. Mit dem chinesisch initiierten Finanzorgan sollen Kredite für Infrastrukturvorhaben wie etwa den Bau von Eisenbahnen, Straßen oder Energieprojekte vergeben werden.

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Thailand und Vietnam füllen philippinische Lager mit Reis

Die weltgrößten Reisexporteure Thailand und Vietnam werden mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Ausschreibung auf Regierungsebene für sich entscheiden, deren Gegenstand die Lieferung von 500 000 Tonnen Reis an die Philippinen ist. Dies berichtet der Jakarta Globe.

Der Inselstaat, der im Laufe der letzten Saison eine durchschnittliche Ernte erlebte, möchte durch diesen Ankauf seine Lagerbestände auffüllen. Thailand hatte der staatlichen philippinischen Nationalen Administration für Nahrungsmittel (NFA) am Freitag jeweils 100 000 Tonnen an 15-prozentig gemahlenem und 25-prozentig gemahlenem Langkornreis für 369 bzw. 421 US-Dollar je metrischer Tonne angeboten.

Der Preis der Thailänder war besser als jener Vietnams, die Vietnamesen stimmten am Ende jedoch zu, ebenfalls zu den Bedingungen der Thailänder zu liefern. Der NFA zufolge werden jeweils 150 000 metrische Tonnen der jeweiligen Sorten geliefert. Auf dem vietnamesischen Markt waren die Preise in der letzten Woche auf den tiefsten Stand seit mehreren Monaten gefallen.

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Thailand: Tourismus litt 2014 unter Unruhen

Bangkok (dpa) - Thailand hat 2014 weniger Touristen angezogen als im Vorjahr. Gründe seien die politischen Unruhen Anfang des Jahres sowie die Rubelkrise gewesen, erklärte das Ministerium für Tourismus am Donnerstag. Das Militär hatte im Mai die Regierung gestürzt.

Insgesamt kamen 24,7 Millionen Besucher, 6,6 Prozent weniger als im Jahr davor. Auch die Tourismuseinnahmen gingen zurück: um 5,8 Prozent auf 29 Milliarden Euro.

Chinesen und Russen sind die größten Touristengruppen in Thailand. Allein im November ging die Zahl der Besucher aus Russland aber um 21 Prozent zurück.

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Südostasien: Resistenter Antibiotika-Erreger ruft Besorgnis hervor

Wissenschafter sorgen sich zunehmend um die Ausbreitung resistenter Malaria-Erreger in Südostasien. Sie wurden nach einer neuen Studie bereits kurz vor Indien entdeckt.

Bangkok (dpa) - Ein resistenter Malaria-Erreger breitet sich nach Forscherangaben in Südostasien aus und steht kurz vor der Grenze Indiens. Gegen den Erreger sei das effektive und viel genutzte Malaria-Medikament Artemisinin wirkungslos, warnt das internationale Team im Fachblatt „Lancet Infectious Diseases“ vom Freitag. Resistente Parasiten seien 25 Kilometer von der indischen Grenze entfernt in Myanmar gefunden worden.

Eine Ausbreitung auf dem Subkontinent hätte ernste Konsequenzen, schreiben die Forscher um Kyaw Tun vom Myanmar Oxford Clinical Forschungszentrum in Yangon. Die Ausbreitungsrate sei besorgniserregend. Geschätzte 600 000 Menschen sterben jedes Jahr an Malaria, die meisten von ihnen Kinder unter fünf Jahren in Afrika.

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Singapur: Hobbybrauer drängen auf den Biermarkt

In Singapur kennt und trinkt jedermann „Tiger Beer“, den heimischen Marktführer. Hobby-Brauer wollen nun Biertrinkern in dem asiatischen Stadtstaat auch selbst gebrautes Bier schmackhaft machen.

Singapur (dpa) - Der Geruch von heißem Malz erfüllt die kleine Küche in der Wohnung von Nick Lewty und Natasha Hong in Singapur. Um einen großen Stahltopf schart sich eine Gruppe Menschen. Alle wollen den wabernden, nicht sehr appetitlich aussehenden Inhalt einmal umrühren, denn daraus wird einmal Bier.

Lewty und Hong zeigen an diesem Abend einigen Anfängern die Grundbegriffe des Bierbrauens zu Hause. Lewty begann vor drei Jahren, sein eigenes Bier zu brauen. Damals wollten ein Freund und er billiges Bier machen, während sie daheim Fußball guckten. Von dem Brau-Bausatz für Anfänger ist nichts geblieben. In seiner Heimbrauerei setzt der Physiker jetzt Computerprogramme ein, um die Temperatur genau zu messen und zu kontrollieren. Auch ein professionelles Zapfsystem steht zur Verfügung, wie auf Lewtys und Hongs Internetseite Beer Can Lah zu sehen ist.

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