Asean-Staaten über Nordkorea-Krise beunruhigt

Manila (dpa) - Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA versetzen auch Südostasien in immer größere Sorge. Auf einem Gipfel der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean) in Manila äußerten sich die Staats- und Regierungschefs der zehn Mitgliedsländer am Samstag «extrem beunruhigt». Nordkorea müsse alles unterlassen, was den Frieden gefährde. Zugleich appellierte der Gastgeber, der philippinische Präsident Rodrigo Duterte, aber auch an die Vereinigten Staaten, «vorsichtig und geduldig» zu sein. Weiteres Thema war der Streit zwischen mehreren Asean-Mitgliedern und China um verschiedene Inseln im Südchinesischen Meer. In der Abschlusserklärung des Gipfels verzichtete die Gemeinschaft jedoch auf schärfere Töne gegen die Volksrepublik. Mit dem Treffen feierte Asean ihr 50-jähriges Bestehen. Die Gemeinschaft wurde 1967 von zunächst fünf Ländern gegründet, die den USA nahestanden. Heute gehören ihr auch kommunistische Staaten wie Vietnam an. Duterte sagte zu den jüngsten Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel: «Jeder ist besorgt. Niemand klatscht Beifall.» Zugleich warnte er vor einem Krieg. Wenn es dazu kommen sollte, werde die gesamte Region «unermesslich» leiden. Nach den jüngsten Raketentests forderte Asean Nordkorea auf, sich ans Völkerrecht und die einschlägigen UN-Resolutionen zu halten. Duterte sagte, die jüngsten Entwicklungen seien auch ein «Test» für die Entschlossenheit von Asean, Frieden, Wohlstand und Sicherheit voranzubringen. Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong rief dazu auf, sowohl die Kontakte zu China als auch zu den USA auszubauen. Zum nächsten Asean-Gipfel im November, der wieder auf den Philippinen stattfindet, wird auch US-Präsident Donald Trump erwartet. Aus Sorge vor einem Anschlag wurde der Gipfel von mehr als 40 000 Soldaten und Polizisten geschützt. Kurz vor Beginn war wenige Kilometer vom Tagungsort eine Bombe explodiert. Dabei wurden am Freitagabend mindestens 14 Menschen verletzt. Nach Angaben der Polizei hatte die Tat jedoch nichts mit dem Gipfel zu tun. Es soll sich dabei jedoch um eine Auseinandersetzung zwischen zwei kriminellen Banden gehandelt haben. Mit 625 Millionen Einwohnern - mehr als die Hälfte unter 30 Jahren - ist Asean heute größer als die Europäische Union (EU). Gründungsmitglieder sind Indonesien, Thailand, die Philippinen, Malaysia und Singapur. Im Lauf der Jahre wurde die Gemeinschaft um Brunei, Vietnam, Laos, Myanmar und Kambodscha erweitert. Als elftes Land steht Osttimor auf der Warteliste.



Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.