Singapur

Asiatische Investmentbank steht auch nichtasiatischen Ländern offen

Peking (dpa) - An der geplanten neuen Asiatischen Investmentbank für Infrastruktur (AIIB) können sich nach chinesischen Angaben interessierte Länder auch von außerhalb Asiens beteiligen. Bis Ende März werde China, unter dessen Führung das Finanzinstitut aufgebaut wird, die Gründungsmitglieder verkünden, berichtete Finanzminister Lou Jiwei am Freitag auf einer Pressekonferenz anlässlich der laufenden Jahrestagung des Volkskongresses in Peking.

Auch größere Länder aus Europa hätten Interesse bekundet, sagte Lou Jiwei. 27 Länder wollten bislang Gründungsmitglied werden. Wie viele am Ende dabei seien, habe China noch nicht endgültig entschieden. Einige Länder wollten Privilegien, was die Arbeit der Bank aber sehr erschweren würde, sagte der Finanzminister. Die Bank sei offen für Japan und Mitglieder „aus anderen Regionen“.

Die in Peking ansässige Bank soll ein Gründungskapital von rund 100 Milliarden US-Dollar haben, von denen allein China schon 50 Milliarden in Aussicht gestellt hat. Mit dem chinesisch initiierten Finanzorgan sollen Kredite für Infrastrukturvorhaben wie etwa den Bau von Eisenbahnen, Straßen oder Energieprojekte vergeben werden.

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Philippinen: Dynamisches Wachstum, aber immer noch Stellschrauben

Taipei (gtai) - Die Philippinen sind Teil des neuen Wirtschaftsblocks ASEAN Economic Community (AEC), der Ende 2015 in Südostasien entsteht. Gegenwärtig mit sehr dynamischem Wachstum, will das Land seine Wettbewerbsposition gegenüber anderen Mitgliedern stärken. Laut Global Competitiveness Index hat diese sich in den letzten fünf Jahren um 33 Plätze bereits deutlich verbessert. Dennoch liegen einige Nachbarländer davor. Der Kampf um Investitionen und Produktionsstätten in der Region bleibt intensiv.

Die Philippinen haben global an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen. Gemäß dem Global Competitiveness Index 2014-2015, den das World Economic Forum Anfang September 2014 veröffentlichte, hat der Archipel Platz 52 unter 144 berücksichtigten Volkswirtschaften erklommen. Damit verbesserte sich die Position des Landes gegenüber dem Vorjahr um sieben Plätze. Im regionalen Vergleich lagen die Philippinen jedoch hinter Singapur (Rang 2), Malaysia (20), Thailand (31) und Indonesien (34).

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„Frugale Produkte“ als Absatzoption für Asien

„Made in Germany“ stand lange Zeit für ausgefeilte Hochtechnologie. Doch deutsche Firmen müssen sich daran gewöhnen, dass das nicht in allen Ländern als Verkaufsargument zieht. Deshalb bieten einige Hersteller ihre Produkte auch als Sparversion an.

Stuttgart (dpa) - Blauschwarzes Gehäuse, schwarzer Akku, roter Schriftzug. Auf den ersten Blick sehen die beiden Bohrmaschinen fast identisch aus, nur auf den zweiten Blick erkennt man kleine Unterschiede. Bei einem fehlt eine LED-Leuchte und der Griff ist etwas anders gebaut. Die scheinbar kleinen Details machen den großen Unterschied - die Akku-Bohrschrauber für den russischen Markt kostet gut zwei Drittel weniger als sein Pendant für Deutschland.

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Singapur: Hobbybrauer drängen auf den Biermarkt

In Singapur kennt und trinkt jedermann „Tiger Beer“, den heimischen Marktführer. Hobby-Brauer wollen nun Biertrinkern in dem asiatischen Stadtstaat auch selbst gebrautes Bier schmackhaft machen.

Singapur (dpa) - Der Geruch von heißem Malz erfüllt die kleine Küche in der Wohnung von Nick Lewty und Natasha Hong in Singapur. Um einen großen Stahltopf schart sich eine Gruppe Menschen. Alle wollen den wabernden, nicht sehr appetitlich aussehenden Inhalt einmal umrühren, denn daraus wird einmal Bier.

Lewty und Hong zeigen an diesem Abend einigen Anfängern die Grundbegriffe des Bierbrauens zu Hause. Lewty begann vor drei Jahren, sein eigenes Bier zu brauen. Damals wollten ein Freund und er billiges Bier machen, während sie daheim Fußball guckten. Von dem Brau-Bausatz für Anfänger ist nichts geblieben. In seiner Heimbrauerei setzt der Physiker jetzt Computerprogramme ein, um die Temperatur genau zu messen und zu kontrollieren. Auch ein professionelles Zapfsystem steht zur Verfügung, wie auf Lewtys und Hongs Internetseite Beer Can Lah zu sehen ist.

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Singapur besiegelt Freihandelsabkommen mit der EU

Brüssel (dpa) - Die EU und Singapur haben sich auf ein Freihandels-Abkommen verständigt. Mit der Einigung über Schutzklauseln für Investoren seien die Verhandlungen abgeschlossen, sagte EU-Handelskommissar Karel De Gucht am Freitag in Brüssel. Auf den Rest des Pakets hatten sich beide Seiten schon zuvor geeinigt. Vor der Unterzeichnung wird der Text noch juristisch überarbeitet. Es soll zum Beispiel Hürden für Anbieter von Waren und Dienstleistungen auf dem jeweils fremden Markt abbauen, Bewerbungen um öffentliche Aufträge erleichtern und technische Vorgaben für Waren angleichen.

„Das Abkommen ist das Tor zu der wichtigen Region in Asien und es kann helfen, Wirtschaftswachstum, Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der EU anzukurbeln“, sagte De Gucht. „Es wird dabei helfen, die Tür zum ASEAN-Markt mit mehr als 600 Millionen Verbrauchern zu öffnen.“ Zu dem Verband südostasiatischer Staaten gehören zehn Länder.

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