Börse

Malaysia: Zehnjährige Staatsanleihen stehen hoch im Kurs

Zehnjährige malaysische Staatsanleihen waren in der Vorwoche sehr gefragt und ihr Kurs stieg auf den höchsten seit Mai 2013, nachdem Spekulationen laut wurden, Premierminister Najib Razak könnte in Anbetracht des Ölpreisverfalls das Budget überarbeiten lassen. Dies berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Bis Januar 2014 hatte der Ringgit in den sechs Monaten zuvor um rund 10,4 Prozent nachgegeben, nach dem Yen die zweitschlechteste Performance einer asiatischen Währung in diesem Zeitraum. In der Ölexportnation droht der Verfall des Brent-Rohölpreises die Versuche der Regierung zu unterminieren, das Haushaltsdefizit zu bekämpfen. Auch die Risikoprämie in Anbetracht der Schulden Malaysias über US-Staatsanleihen beflügelte die Nachfrage.

„Die Nachricht, dass Najib sich der Sorgen annehmen würde, hat die Märkte einigermaßen beruhigt“, betonte Wong Chee Seng, ein Fremdwährungsstratege der AmBank-Gruppe in Kuala Lumpur. „Auch lokale Schuldtitel sehen derzeit attraktiv aus, vor allem da US-Schatzbriefe unter 2 Prozent gesunken sind.“

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Japan: Großes Publikumsinteresse vor Start von Switch-Konsole

Kyoto (dpa) - «Klick!», macht es häufig bei der neuen Switch von Nintendo. So werden die kleinen Steuer-Sticks an das Touchscreen-Tablet angesteckt - fertig ist die Mobil-Konsole für unterwegs. Zuhause zieht man die Controller wieder ab, steckt das Tablet in eine Docking-Station - und die Switch wird zur Fernseher-Konsole mit Full-HD-Bildern. Dieser modulare Aufbau soll nach der Vision von Nintendo alle möglichen Nutzungs-Szenarien abdecken. Bleibt die große Frage, wie viele Spieler in der Ära von Smartphone-Games und technisch hochgerüsteter Konkurrenz-Konsolen bereit sein werden, sich auf ein neues Nintendo-Gerät einzulassen.

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China: Deutliches Plus im Außenhandel

Peking (dpa) - Chinas Außenhandel hat sich im März robust entwickelt. Nach Regierungszahlen lagen die Ausfuhren in US-Dollar gerechnet 16,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Das ist der stärkste Anstieg seit Februar 2015. Auch die Importe stiegen um 20,3 Prozent im Vergleich zum März des Vorjahres, wie die Zollverwaltung am Donnerstag in Peking berichtete. Die Entwicklung der Ein- und Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Nachdem Chinas Außenhandel noch im Februar ein seltenes Defizit aufgewiesen hatte, verzeichnete das Land im März wieder ein Handelsplus von knapp 24 Milliarden US-Dollar. Das Land hat also gemessen am Warenwert mehr exportiert als importiert.

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China: Unterschiedliche Reaktionen von App-Herstellern auf politische Restriktionen

Peking (dpa) - «Keine Ergebnisse gefunden.» Nur diesen Satz und eine graue Lupe bekommen Apple-Kunden in China noch zu sehen, wenn sie in diesen Tagen versuchen, sich die Nachrichten-App der «New York Times» auf ihr iPhone oder iPad zu laden. Sowohl die englischsprachige als auch die chinesische Version der US-Zeitung sind aus dem App-Store in China verschwunden. An technischen Problemen liegt das nicht. Das Angebot sei entfernt worden, weil es gegen «lokale Regularien» verstoße, hatte Apple mitgeteilt, nachdem der Fall vergangene Woche an die Öffentlichkeit geraten war.

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Japan: Mit „Abenomics“ in den Staatsbankrott?

Von Lars Nicolaysen, dpa

Japan bleibt ein Sorgenkind der Weltwirtschaft. Der Sanierungskurs des wiedergewählten Premiers Abe hat bislang nicht den erhofften Durchbruch gebracht. Dennoch ist mit Japan weiter zu rechnen.

Tokio (dpa) - Japans Regierung will die lahmende Wirtschaft mit einem weiteren Konjunkturpaket in Schwung bringen. Das neue Paket hat ein Volumen von 3,5 Billionen Yen (24 Milliarden Euro), wie die japanische Regierung am Wochenende mitteilte. Haushalte mit geringen Einkommen sollen Benzin- und Warengutscheine erhalten, wirtschaftsschwache Regionen gestützt werden. Kleinen Unternehmen soll bei der Finanzierung geholfen werden. Landstriche, die vom Erdbeben und dem Tsunami 2011 besonders betroffen waren, sollen extra gefördert werden.

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