USA verhängen neue Strafzölle auf Stahl aus Vietnam und China

USA verhängen neue Strafzölle auf Stahl aus Vietnam und China

Im Streit um Dumpingpreise bei den Einfuhren von Stahl aus Asien gehen die USA wieder in die Offensive. Auf bestimmte Stahlprodukte aus Vietnam werden Strafzölle von bis zu 265 Prozent fällig. Davon direkt betroffen sind auch Vorprodukte aus China.Im seit Monaten ungelösten Stahlstreit mit mehreren Ländern gehen die USA gegen Vietnam und China in die Offensive. Das US-Handelsministerium kündigte diese Woche an, auf bestimmte Stahlprodukte aus Vietnam, die aus von China bezogenen Vorprodukten hergestellt werden, Strafzölle in Höhe von bis zu 265 Prozent zu erheben.

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Japan: Takata meldet nach Airbag-Rückruf Insolvenz an

Japan: Takata meldet nach Airbag-Rückruf Insolvenz an

Tokio/Aschaffenburg (dpa) - Nach dem Rückruf von mehr als 100 Millionen Airbags hat der Autozulieferer Takata in Japan und den USA Insolvenz angemeldet. Das mit über 8 Milliarden Euro verschuldete Unternehmen beantragte am Montag Gläubigerschutz und soll jetzt für 1,4 Milliarden Euro von dem chinesisch-amerikanischen Konzern Key Safety Systems (KSS) übernommen werden - einschließlich der Takata-Werke in Deutschland mit ihren 3250 Mitarbeitern.

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Toshiba will Speicherchip-Sparte verkaufen

Toshiba will Speicherchip-Sparte verkaufen

Tokio (dpa) - Der finanziell angeschlagene japanische Technologiekonzern Toshiba will seine Speicherchip-Sparte bevorzugt an ein staatlich geführtes Konsortium verkaufen. In dem laufenden Bieterkampf um die profitable Sparte legte sich der Konzern damit am Mittwoch auf einen Verhandlungspartner fest.

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Japan: Klagen über Verbraucherschutzdefizite in EU-Freihandelsabkommen

Japan: Klagen über Verbraucherschutzdefizite in EU-Freihandelsabkommen

Berlin (dpa) - Bei den Verhandlungen zwischen der EU und Japan über ein Freihandelsabkommen sind einem Bericht zufolge Verbraucherschutzrechte gefährdet. Auch in der Frage der Zuständigkeit der nationalen Gerichte zur Regelung von Streitfragen habe sich die EU bisher nicht durchsetzen können, berichteten die «Süddeutsche Zeitung» (Samstag) sowie NDR und WDR.

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Indonesien: Facebook errichtet nach politischem Druck Dependance

Indonesien: Facebook errichtet nach politischem Druck Dependance

(IT Times) Der Social Media-Gigant Facebook Inc. will eine neue Dependance in Indonesien errichten, in dem sich die viertgrößte Nutzerbasis des sozialen Netzwerks befindet. Indonesien hat sich gegen die multinationalen Technologieunternehmen zur Wehr gesetzt und sie dazu gebracht, sich lokal in das asiatische Land einzubringen.

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China behauptet Spitzenplatz bei Supercomputern

China behauptet Spitzenplatz bei Supercomputern

Frankfurt (dpa) - China behauptet sich weiter souverän an der Spitze der «Top 500»-Liste der weltweit schnellsten Supercomputer. Mit einer Rechenleistung von 93 PetaFLOPS lässt die Anlage «Sunway TaihuLight» im Supercomputer Center in Wuxi seine Verfolger weit hinter sich.

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Thailand: Eindrucksvoller Abschied von König Bhumibol

Bangkok (dpa) - Der tote König ist in Bangkok noch überall. Auf überlebensgroßen Plakaten an den Hochhäusern, in Denkmalform inmitten von Shopping-Malls, in den verschiedensten Rahmen auf allen möglichen Märkten: An den Bildern des alten Königs Bhumibol, der im vergangenen Oktober mit 88 Jahren starb, führt in Thailands Hauptstadt immer noch kein Weg vorbei. Der Leichnam ist auch noch nicht unter der Erde. Im Großen Palast, der alten Königsresidenz, wo Urne und Sarg stehen, erweisen dem toten Bhumibol Adulyadej Tag für Tag Zehntausende die Ehre. Die Wartezeiten sind lang. Jeder trägt schwarz. Jeder muss sich auf den Boden legen. Mehr als sieben Millionen waren es schon. Bhumibol wurde in Thailand wie eine Gottheit verehrt. Wenn das Trauerjahr vorbei ist, soll er zurück in den Himmel geschickt werden. Für die große Zeremonie wird auf einem 80 000 Quadratmeter großen Feld neben dem Großen Palast nun schon seit Monaten am Modell eines mythischen Bergs gebaut: Der Berg Meru, Wohnsitz von Göttern und Gottheiten, ist für gleich drei Religionen (Buddhismus, Hinduismus und Jainismus) Mittelpunkt des Universums. Dort soll der König Ende Oktober auf einem 50 Meter hohen Scheiterhaufen eingeäschert werden. Fünf Tage soll die Trauerfeier dauern. Erwartet werden 6000 Gäste aus aller Welt, auch aus vielen anderen Königshäusern. Wer aus Deutschland kommt, steht noch nicht fest. Die Besetzung ist ein Politikum, weil in Thailand seit drei Jahren eine Militärregierung an der Macht ist. Möglicherweise läuft es auf Ex-Bundespräsident Christian Wulff hinaus. Unter den verschiedenen Entwürfen wählte Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn (62), eine der drei Töchter von König Bhumibol und Königin Sirikit (84), einen goldenen Scheiterhaufen in Pyramidenform aus. Das neunstufige Dach soll die Herrschaft ihres Vaters symbolisieren: Rama IX., wie er auch genannt wurde, neunter König der Chakri-Dynastie. Bhumibol starb am 13. Oktober 2016 nach langer Krankheit. Die letzten Jahre verbrachte er in der Klinik. Mit einer Amtszeit von 70 Jahren war er der dienstälteste Monarch der Welt. Der neue König Maha Vajiralongkorn - einziger Sohn - ist zwar schon im Amt, aber noch nicht gekrönt. Das soll erst geschehen, wenn der Vater beigesetzt ist. Spekuliert wird über einen Termin im November oder Dezember. Bhumibol galt vielen zu Hause als Inkarnation der Hindu-Gottheit Vishnu, die der Überlieferung zufolge in menschlicher Form auf die Erde kam, um die Welt vom Bösen zu befreien. Dem Glauben zufolge wird seine Seele auf dem Meru ruhen. Thailand ist ein mehrheitlich buddhistisches Land. Seit Jahrhunderten haben sich aber auch hinduistische Traditionen eingebürgert. «Seit der Ayutthaya-Ära werden thailändische Könige als Halbgötter, als Inkarnationen von Vishnu gesehen», sagt der Königshaus-Experte Thongtong Chandransu. Ayutthaya - etwa 70 Kilometer von Bangkok entfernt - war zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert Hauptstadt des siamesischen Reiches. «Die königliche Einäscherung symbolisiert die Rückkehr in den Himmel in seiner göttlichen Form.» Um diesen Aufstieg darzustellen, haben Handwerker schon mehr als hundert Skulpturen geformt und bemalt. Sie sollen Hindu-Götter und andere mythische Kreaturen darstellen. Andere bohren Löcher in Holzstücke, mit denen der Sarg geschmückt wird. Auch einfache Leute helfen mit. Tausende haben gelernt, Sandelholzblüten aus Papier richtig zu falten. «Ich muss das für unseren Vater tun», sagt Boonrak Saelim, einer von ihnen. «Das ist meine letzte Gelegenheit.» Für die Zeremonie wurde auch ein 200 Jahre alter Holzwagen renoviert, mit dem die Leichen von Mitgliedern der Königsfamilie traditionell zum Scheiterhaufen gebracht werden. Das 13 Tonnen schwere Gefährt muss auf dem Weg vom Großen Palast zum Berg von mehreren hundert Soldaten geschoben werden. Allerdings wird darin eine leere Urne transportiert: Traditionell werden die Toten der thailändischen Königsfamilie in großen Urnen eingeäschert - sitzend in einer Meditationspose. Das soll der Seele helfen, in den Himmel zu kommen. Bhumibol entschied sich jedoch für einen Sarg, in dem er dann auch verbrannt wird. Die Asche kommt später in den Großen Palast zurück. Dann wird auch das Gelände mit dem Modellberg zur Besichtigung freigegeben. Nach einem Monat wird es wieder geräumt. Die schönsten Teile kommen ins Museum. (Bild: Wilfried Steinacker/pixelio.de)