Thailand: Eindrucksvoller Abschied von König Bhumibol

Thailand: Eindrucksvoller Abschied von König Bhumibol

Bangkok (dpa) - Der tote König ist in Bangkok noch überall. Auf überlebensgroßen Plakaten an den Hochhäusern, in Denkmalform inmitten von Shopping-Malls, in den verschiedensten Rahmen auf allen möglichen Märkten: An den Bildern des alten Königs Bhumibol, der im vergangenen Oktober mit 88 Jahren starb, führt in Thailands Hauptstadt immer noch kein Weg vorbei.

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China: Etwa 200 000 Computer von Hackerangriff betroffen

China: Etwa 200 000 Computer von Hackerangriff betroffen

Peking/Tokio/Jakarta (dpa) - Von der weltweiten Cyber-Attacke sind in China nach Angaben von staatlichen Medien etwa 200 000 Computer über das Wochenende betroffen gewesen. Mehr als 20 000 Tankstellen des chinesischen Öl-Giganten CNPC gingen offline. Kunden konnten nur noch mit Bargeld zahlen. Die chinesischen Behörden forderten Internetnutzer am Montag dazu auf, ihre Computer besser zu schützen.

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Indien: Frequenzen von Kommunikationssatelliten zu verschenken

Indien: Frequenzen von Kommunikationssatelliten zu verschenken

Von Siddhartha Kumar und Stefan Mauer, dpa Als am Freitag die Trägerrakete GSLV abhob, trug sie mehr als einen Satelliten an Bord. Indien will die Frequenzen von GSAT-9 an seine Nachbarländer verschenken. Doch nicht alle trauen dem Angebot. Neu Delhi (dpa) - Als der indische Premierminister Narendra Modi am vergangenen Wochenende im Radio sprach, war kaum auszumachen, dass es um ein trockenes Thema wie einen Kommunikationssatelliten ging. Von einem «unschätzbaren Geschenk» war die Rede. Und von einem «wichtigen Schritt Indiens, um die Zusammenarbeit in ganz Südasien zu verbessern».

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Japan: Maskottchen bleiben bedeutsamer Wirtschaftsfaktor

Japan: Maskottchen bleiben bedeutsamer Wirtschaftsfaktor

Tokio (dpa) - Gumma-chan wackelt, winkt und wiegt hin und her. Die flauschige Figur mit den großen schwarzen Knopfaugen und dem massigen Bauch überragt die meisten Passanten an Tokios weltberühmter Luxus-Einkaufsmeile Ginza, doch niemand fürchtet sich vor Gumma-chan.

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Nepal: Bergsteiger-Tourismus wieder im Aufwind

Nepal: Bergsteiger-Tourismus wieder im Aufwind

Rekordjahr auf dem Dach der Welt. Schon 2016 bezwangen nach zwei Katastrophenjahren erstmals wieder hunderte Bergsteiger den Everest. In diesem Jahr dürften es noch einmal deutlich mehr werden. Kathmandu (dpa) - Die Behörden in Nepal erwarten in diesem Jahr eine Rekordzahl von Bergsteigern, die den Mount Everest besteigen wollen. Wie das Amt für Tourismus mitteilte, wurden Lizenzen an 372 Bergsteiger vergeben, die den Aufstieg auf den höchsten Berg der Welt erlauben.

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Kambodscha: Bauboom bietet Chancen zur Frauenbeschäftigung

Kambodscha: Bauboom bietet Chancen zur Frauenbeschäftigung

Phnom Penh (dpa) - Auf einer deutschen Baustelle würde Kem Sokhorn sofort auffallen. Wegen der kunstvoll gewickelten Tücher über dem Helm, die die Hitze abhalten sollen, auch wegen ihrer Herkunft, vor allem aber: weil sie eine Frau ist. In Kambodscha ist sie hingegen überhaupt keine Besonderheit. Frauen auf dem Bau, das gehört hier zum Alltag. Vor allem in der Hauptstadt Phnom Penh, wo seit Jahren gebaut wird wie verrückt. In dem 15-Millionen-Einwohner-Staat zwischen Thailand und Vietnam sind nach einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO mehr als 40 Prozent der Bauarbeiter weiblich. Selbst für asiatische Verhältnisse, wo Frauen häufiger harte körperliche Arbeiten verrichten als anderswo, ist das viel. Zum Vergleich: Weltweit sind es gerade einmal ein Prozent. Normalerweise ist der Job auf dem Bau ein klassischer Männerberuf.

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Kambodscha: Bauboom bietet Chancen zur Frauenbeschäftigung

Phnom Penh (dpa) - Auf einer deutschen Baustelle würde Kem Sokhorn sofort auffallen. Wegen der kunstvoll gewickelten Tücher über dem Helm, die die Hitze abhalten sollen, auch wegen ihrer Herkunft, vor allem aber: weil sie eine Frau ist. In Kambodscha ist sie hingegen überhaupt keine Besonderheit. Frauen auf dem Bau, das gehört hier zum Alltag. Vor allem in der Hauptstadt Phnom Penh, wo seit Jahren gebaut wird wie verrückt. In dem 15-Millionen-Einwohner-Staat zwischen Thailand und Vietnam sind nach einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO mehr als 40 Prozent der Bauarbeiter weiblich. Selbst für asiatische Verhältnisse, wo Frauen häufiger harte körperliche Arbeiten verrichten als anderswo, ist das viel. Zum Vergleich: Weltweit sind es gerade einmal ein Prozent. Normalerweise ist der Job auf dem Bau ein klassischer Männerberuf. Dass Frauen und Männer auf den Baustellen zahlenmäßig fast gleichgestellt sind, bedeutet aber keineswegs, dass dies auch beim Gehalt so ist. Nach Angaben der kambodschanischen Baugewerkschaft BWTUC, die rund 60 000 Frauen und Männer vertritt, verdienen Arbeiterinnen oft nicht einmal die Hälfte ihrer männlichen Kollegen. In Phnom Penh liegt ihr Durchschnittslohn gerade einmal bei umgerechnet etwa 2,70 bis 4,60 Euro - pro Tag. Für eine Stadt, in der immer mehr Luxusgebäude in die Höhe gezogen werden, ist das sehr wenig. Die Immobilienagentur Knight Frank hat jüngst ermittelt, dass inzwischen Quadratmeterpreise von bis zu 3700 Euro gezahlt werden. Trotzdem gibt es auf den meisten Baustellen noch nicht einmal getrennte Toiletten. Viele Frauen klagen auch über sexuelle Belästigung durch männliche Kollegen und die Angst, bei einer Schwangerschaft fristlos gekündigt zu werden. Auch bei den mehreren Dutzend Arbeiterinnen, die sich an diesem Morgen auf Einladung der Gewerkschaft im Erdgeschoss eines Hauses am Stadtrand von Phnom Penh zusammengefunden haben, sind die Sorgen groß. Eine von ihnen ist Kem Sokhorn. Wie die meisten anderen hört sie zum ersten Mal, dass sie auch nach kambodschanischem Arbeitsrecht gesetzlichen Schutz beanspruchen kann. «Ich höre, was sie sagen: Frauen müssen den Männern gleichgestellt sein. Aber ich glaube nicht, dass das wahr ist», sagt die 43-Jährige. «Wenn ich etwas fordere wie eine Gehaltserhöhung oder bessere Bedingungen, kann ich entlassen werden. Die Bauleiter würden mir dann sagen, dass es 20 andere gibt, die auf meinen Job warten.» Trotzdem kommen jedes Jahr aufs Neue Tausende Frauen aus der Provinz, um auf den Baustellen der Hauptstadt zu arbeiten. Für Europäer klingt ihr Gehalt wie ein Hungerlohn, jedoch liegt er deutlich über dem landesweiten Durchschnittseinkommen von 1,07 Euro pro Tag. Laut einer Statistik der Vereinten Nationen sind drei Viertel (75,5 Prozent) der Kambodschanerinnen zwischen 15 und 69 Jahren beschäftigt. Hunderttausende arbeiten für Niedriglöhne in der Textilindustrie. Auf dem Land überleben viele mit einer Mischung aus Landwirtschaft für den Eigenbedarf und Gelegenheitsarbeit. In der Stadt lässt sich hingegen mehr verdienen. Die zierliche Bauarbeiterin Ros Thearun klagt ebenfalls darüber, dass sie von ihren männlichen Kollegen nicht respektiert werde. Auch sie muss sich die Toilette teilen. «Ich würde gerne meine Rechte einfordern», sagt die 19-Jährige. «Aber ich weiß nicht, ob es funktionieren würde.» Thearun ist vergleichsweise jung für die Branche. Die meisten Kolleginnen sind nach einer Studie der Nicht-Regierungsorganisation Care zwischen 30 und 50 Jahre alt. Manche Frauen arbeiten auf dem Bau auch zusammen mit ihren Ehemännern. Auf diese Weise lasse sich die Familie besser zusammenhalten, sagt die Care-Expertin Adrianna Siddle. Manche Familien lebten gar auf der Baustelle oder in Notunterkünften in der Nähe. Vor allem älteren Frauen ohne gute Verbindungen in der Hauptstadt falle es schwer, einen Fabrikjob zu finden. Andererseits würden Frauen ohne Ausbildung am Bau deutlich besser bezahlt als anderswo, weiß Siddle. Einer Erhebung von Care zufolge geben 48 Prozent aller kambodschanischen Bauarbeiterinnen an, dass sie überhaupt nicht lesen oder schreiben können. Weitere 43 Prozent können es nach eigenen Angaben kaum. Bessere Jobs und eine bessere Bezahlung kommen damit für sie in ihrer Heimat gar nicht in Frage. Eine Alternative liegt ein paar hundert Kilometer weiter im Westen - in Thailand, wo höhere Löhne und auch bessere Arbeitsbedingungen locken. Auch Kem Sokhorn denkt darüber nach. Um sich die Reise leisten zu können, müsste sie aber erst einmal sparen. (Bild: Kai Niemeyer/pixelio.de)